Zwei Einrichtungen geschlossenUSA ziehen Botschaftspersonal aus sechs Nahost-Staaten ab

Die Angriffe des Iran auf mehrere Länder im Nahen Osten veranlassen die USA zum Abzug von Mitarbeitern. Zwei Einrichtungen sind nach Drohnenangriffen derzeit komplett geschlossen. Es wird mit weiteren Attacken gerechnet.
Angesichts des Iran-Kriegs ziehen die USA den Großteil ihres Botschaftspersonals aus sechs Staaten im Nahen Osten ab. Betroffen seien "nicht für Notfälle zuständige Mitarbeiter der US-Regierung" in Bahrain, dem Irak, Jordanien, Katar, Kuwait und den Vereinigten Arabischen Emiraten, erklärte das US-Außenministerium. Die Ausreise der Betroffenen sei per Änderung der Sicherheitshinweise beschlossen worden.
Die Aufforderung für den Irak begründete das Außenministerium mit "Sicherheitsbedenken". Zu den anderen fünf Staaten hieß es, es bestehe eine "anhaltende Bedrohung durch Drohnen- und Raketenangriffe aus dem Iran".
In der Nacht war die US-Botschaft in Saudi-Arabien mit Drohnen attackiert worden. Einer Mitteilung zufolge wurde sie geschlossen. Die US-Botschaft des Golfstaates Kuwait wurde derweil ebenfalls geschlossen, nachdem sie am Montag bei einem Drohnenangriff direkt getroffen worden war.
US-Bürger sollen ausreisen
Das US-Außenministerium hatte bereits die US-Bürger in fast allen Ländern des Nahen Ostens aufgerufen, die Region "sofort" zu verlassen. Der Aufruf betraf vierzehn Länder: Iran, Jordanien, Kuwait, den Libanon, den Oman, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, den Jemen, Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien, den Irak, Syrien sowie Israel und die Palästinensergebiete.
Die USA und Israel hatten am Samstag massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Als Reaktion greift der Iran seit Samstag Israel, mehrere Golfstaaten sowie US-Einrichtungen in der Golfregion an.