Politik
Die israelische Armee veröffentlichte Fotos von den Raketen, die sie auf einem Schiff vor der sudanesischen Küste sichergestellt hat. Angeblich sollen sie aus dem Iran kommen.
Die israelische Armee veröffentlichte Fotos von den Raketen, die sie auf einem Schiff vor der sudanesischen Küste sichergestellt hat. Angeblich sollen sie aus dem Iran kommen.(Foto: dpa)
Freitag, 07. März 2014

"Schlechte Propaganda": Iran: Waffengeschichte Lüge

Angeblich sollen die Raketen von einem Schiff im Roten Meer aus dem Iran kommen und für den Gaza-Streifen bestimmt gewesen sein. Der iranische Außenminister jedoch nennt die israelische Version der Geschichte eine Lüge und hat eine ganz andere Erklärung.

Irans Außenminister Jawad Sarif äußerte sich während seines Indonesien-Besuchs zu dem Waffenfund auf einem panamaischen Schiff im Roten Meer. Damit habe der Iran nichts zu tun.
Irans Außenminister Jawad Sarif äußerte sich während seines Indonesien-Besuchs zu dem Waffenfund auf einem panamaischen Schiff im Roten Meer. Damit habe der Iran nichts zu tun.(Foto: dpa)

Teheran hat die Vorwürfe Israels erneut zurückgewiesen, es habe eine Lieferung mit syrischen Raketen zu den Palästinensern in den Gazastreifen schleusen wollen. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif bezweifelte, dass es nur ein Zufall war, dass der Fund der Waffen auf einem Schiff im Roten Meer gerade zu dem Zeitpunkt gemeldet wurde, als sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu zu einem Besuch beim amerikanischen Präsidenten Barack Obama befand.

"Netanjahu ist in Washington und plötzlich als Gottesgabe fassen sie ein Schiff aus dem Iran mit Raketen. Nur ein Zufall?", sagt Sarif, der gerade die indonesische Hauptstadt Jakarta besucht. Wenn man nicht annehme, dass Netanjahu Wunder vollbringen könne, müsse man annehmen, dass es eine Lüge ist. "Und es ist eine Lüge", sagte Sarif. Die Darstellung, wonach die syrischen Raketen vom Iran über Sudan in den Gazastreifen gebracht werden sollten, sei "nicht einmal ernstzunehmende Propaganda".

Israel hatte vor zwei Tagen bekanntgegeben, im Roten Meer zwischen Eritrea und dem Sudan ein unter panamaischer Flagge fahrendes Frachtschiff aufgebracht zu haben, auf dem Raketen versteckt waren, die praktisch in ganz Israel Ziele erreichen könnten. Die Meldung fiel mit dem Besuch Netanjahus in Washington zusammen, bei dem er angesichts des Drängens, sich stärker für den Friedensschluss mit den Palästinensern einzusetzen, erneut betont hatte, für Israel sei der Iran die größte Herausforderung.

Quelle: n-tv.de

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