Politik
Dienstag, 28. Dezember 2010

Kontakt zu israelischen Agenten: Iran hängt angeblichen Spion

Er soll Informationen über iranische Militärstützpunkte, Militärübungen und Rüstungsgüter an "Feinde" weitergegeben haben - jetzt wurde der angebliche Spion Ali Akbar Siadat im berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran gehenkt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der Iran hat nach eigenen Angaben einen israelischen Spion hingerichtet. Der Iraner Ali Akbar Siadat sei im Ewin-Gefängnis gehängt worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf die Justiz der islamischen Republik.

Siadat habe seit 2004 Kontakt zum israelischen Geheimdienst Mossad unterhalten und sei vier Jahre später festgenommen worden, als er mit seiner Frau den Iran verlassen wollte. Er habe israelische Agenten in Staaten wie der Türkei, Thailand und den Niederlanden getroffen und ihnen Informationen über iranische Militärprogramme übergeben.

Irna zufolge wurde auch ein Mitglied der Exil-Oppositionsgruppe Mudschahidin Chalik hingerichtet. Ali Saremi sei unter anderem des "Krieges gegen Gott" schuldig gesprochen worden. Nach dem islamischen Recht im Iran kann dies mit dem Tode bestraft werden.

Israel und der Iran sind seit der islamischen Revolution 1979 verfeindet. Die Regierung in Teheran erkennt das Existenzrecht Israels nicht an und spricht lediglich von dem "zionistischen Gebilde". Israel wirft wie zahlreiche andere Staaten dem Iran vor, nach Kernwaffen zu streben, und hat einen Militärschlag gegen die iranischen Atomanlagen nicht ausgeschlossen. Der Iran weist die Vorwürfe zurück.

Quelle: n-tv.de

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