Politik

Ende 2018 ist Schluss Keine Gnade für die Solarförderung

Spätestens in fünf Jahren muss die deutsche Solarbranche ohne jegliche Subvention auskommen. Das zumindest schätzt Umweltminister Altmaier. Dann werde die Grenze der Solarförderung erreicht. Allerdings soll nach der Bundestagswahl die Förderung des Ökostroms reformiert werden.

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Altmeier: Die Sonnenkinder müssen lernen, auf eigenen Füßen zu stehen.

(Foto: dpa)

Bundesumweltminister Peter Altmaier rechnet schon in den nächsten fünf Jahren mit einem Auslaufen der Subventionen für neue Solaranlagen. Bis 2017 oder 2018 werde die Grenze von 52 Gigawatt Solarleistung in Deutschland erreicht, sagte der CDU-Politiker. Ab 52 Gigawatt - rechnerisch die Leistung von 50 AKW - entfällt die Abnahmegarantie von Sonnen-Strom zu festgelegten Preisen. Derzeit sind in Deutschland etwa 34 Gigawatt installiert.

Nach den Einschnitten in der Förderung in den vergangenen Jahren hat sich der Zubau deutlich verlangsamt. 2013 rechne er mit etwa vier Gigawatt neuer Leistung, sagte Altmaier. Bis Juni waren es demnach zufolge 1,8 Gigawatt. Dies wäre nur etwas mehr als die Hälfte dessen, was 2011 und 2012 gebaut wurde.

Nach den Förderkürzungen belaste die Photovoltaik-Förderung für Neuanlagen zudem kaum noch die Umlage auf den Strompreis für die Haushalte, sagte Altmaier. Sie werde für 2014 unter 0,1 Cent pro Kilowattstunden liegen. Derzeit liegt die Umlage für alle erneuerbaren Energien bei 5,3 Cent. Die Subventionen für Solar-Altanlagen machen dabei rund die Hälfte aus. Die Abnahmegarantie läuft für die Kraftwerke jeweils 20 Jahre nach Inbetriebnahme.

Nach der Bundestagswahl soll die Förderung des Ökostroms nach Plänen aller Parteien reformiert werden. Rückwirkende Einschnitte bei Bestandsanlagen sind aber nicht geplant.

Der deutsche Solarmarkt war lange mit Abstand größte der Welt. Die Billigkonkurrenz aus China hat dabei den deutschen Firmen zunehmend zu schaffen gemacht. Zahlreiche Firmen brachen zusammen, zuletzt Conergy. Auf Betreiben von Branchenführer Solarworld und weiterer EU-Firmen hat die EU-Kommission inzwischen Strafzölle auf chinesische Einfuhren festgelegt. Solarworld steht selbst mit dem Rücken zur Wand. Eine Gläubigerversammlung muss jetzt über die Sanierung des Unternehmens entscheiden.

Quelle: ntv.de