Politik

Handelswege praktisch zusammengebrochen Keine Spur von verstrahltem Essen

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Sushi darf weiter gegessen werden.

(Foto: dpa)

Bundesverbraucherministerin Aigner hält Lebensmittel aus Japan weiter für ungefährlich. Nach ihrer Erkenntnis sind "momentan keine Lebensmittel kontaminiert", sagt Aigner am Rande eines Treffens mit EU-Amtskollegen in Brüssel. Zudem exportiere Japan wegen der Katastrophe kaum Lebensmittel.

Trotz der Reaktorkatastrophe in Japan gibt es weiterhin keine Hinweise auf radioaktiv belastete Nahrungsmittel-Importe in Deutschland. "Unsere Erkenntnisse sind, dass momentan keine Lebensmittel kontaminiert sind", sagte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) bei einem Treffen mit ihren europäischen Amtskollegen in Brüssel. Auch die Verbraucherschutzbeauftragte der Unions-Fraktion, Mechthild Heil (CDU), versicherte: "Alle Lebensmittel aus Japan, die im Moment in den Regalen stehen, sind sicher."

Als Vorsichtsmaßnahme werden EU-weit alle Lebensmittel aus Japan auf mögliche Strahlenbelastung untersucht - vor allem Fisch und Fischprodukte. Die Bundesregierung hat den Zoll angewiesen, Lebensmittel aus Japan gezielt auf Radioaktivität zu überprüfen. Von den Kontrollen sind zunächst aber nur die Bundesländer betroffen, die einen Seehafen oder Flughafen haben, wo auch direkt Importe aus Japan ankommen.

So sollten unter anderem die importierten Lebensmittel an den Flughäfen von Düsseldorf, Köln, Stuttgart und Schönefeld bei Berlin sowie am Duisburger Hafen überprüft werden. Auch in Niedersachsen wies das Landwirtschaftsministerium an, Importeure von japanischen Waren gezielt zu kontrollieren. Bisher wurde aber keine auffällige Lebensmittel gefunden, wie ein Sprecher des Bundesverbraucherministeriums bestätigte.

Der Umfang der Lebensmittel-Importe aus Japan ist aber ohnehin gering. Nach Ministeriumsangaben wurden im vergangenen Jahr gerade einmal 60 Tonnen japanischer Fisch eingeführt. Neben Fisch importiert Deutschland normalerweise Ingwer, Algen, Früchte, Pilze, grünen Tee, Reis und Nudelgerichte. Wegen der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe gebe es derzeit aber gar keine Einfuhren aus Japan, sagte Aigner: "Alle Handelswege sind praktisch zusammengebrochen."

Quelle: ntv.de, dpa

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