Politik

Fotos von Streubomben Kiew: Bilder sind ein Fake

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Zerstörungen in Donezk

(Foto: REUTERS)

Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat den Einsatz von Streubomben des ukrainischen Militärs in den umkämpften russischsprachigen Gebieten im Osten des Landes abgestritten. "Und wenn sie diese Fotos genau ansehen, dann sehen sie, dass es ein Fake (eine Fälschung) ist", sagte Klimkin im Deutschlandfunk. Er habe mit den Militärs gesprochen und die Vorwürfe seien überprüft worden.

Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hatte nach eigenen Untersuchungen vor Ort dem ukrainischen Militär vorgeworfen, im Konflikt in der Ostukraine international geächtete Streubomben eingesetzt zu haben. Vor allem bei Angriffen auf das Stadtzentrum von Donezk Anfang Oktober gebe es besonders deutliche Hinweise für die Verantwortung der Regierungstruppen. Klimkin sagte, man wolle mit HRW die Anschuldigungen "absolut genau prüfen". Man müsse herausfinden, wer die Waffen benutzt habe - "Terroristen", "Gangs" - und "auch all diejenigen zur Verantwortung ziehen".

In der Ukraine wird am Sonntag ein Parlament gewählt. Die prorussischen Separatisten im Osten wollen daran allerdings nicht teilnehmen, sondern in ihrem Herrschaftsgebiet im November eigene Wahlen abhalten. Klimkin erklärte, Kiew werde die November-Wahlen nicht anerkennen. Er rief auch die EU und Russland zu einer klaren Botschaft auf, dass diese Wahlen nicht akzeptiert würden.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa

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