Politik

UN-Bericht Kriegsverbrechen im Gaza-Krieg

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Der Südafrikaner Richard Goldstone (M.) am 3. Juni nach dem Besuch eines zerstörten Wohnhauses in Gaza-Stadt.

(Foto: REUTERS)

Die Vereinten Nationen haben Israel und den Palästinensern Kriegsverbrechen während des Gaza-Kriegs vorgeworfen.

"Die Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass von israelischer Seite Handlungen begangen worden sind, die Kriegsverbrechen und möglicherweise in mancher Hinsicht auch Verbrechen gegen die Menschlichkeit gleichkommen", erklärte UN-Sonderermittler Richard Goldstone bei der Vorstellung seines Untersuchungsberichts.

Der Beschuss von israelischen Zivilisten mit Raketen durch Palästinenser aus dem Gaza-Streifen stelle ebenfalls ein Kriegsverbrechen und womöglich ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit dar, heißt es in dem fast 600 Seiten umfassenden Bericht der Untersuchungskommission.

Die israelische Regierung hatte sich geweigert, mit dem UN-Team zusammenzuarbeiten. Jetzt teilte ein Sprecher des israelischen Außenministeriums mit: "Ungeachtet seiner Vorbehalte will Israel den Bericht sorgfältig lesen." Israel fühle sich verpflichtet, vollständig im Rahmen des internationales Gesetzes vorzugehen und Berichte über Fehltritte seiner Soldaten zu untersuchen.

Israel hatte im Dezember vergangenen Jahres als Reaktion auf anhaltende palästinensische Raketenangriffe auf Städte und Dörfer einen fast einmonatigen massiven Militäreinsatz gegen die im Gaza-Streifen herrschende islamistische Hamas begonnen.

Quelle: n-tv.de, rts/dpa

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