Politik

"Einsatznah ausbilden" Landserjargon beim Bund

In der Bundeswehr kursieren einem Magazinbericht zufolge Lehrbücher, die vom Geist der Wehrmacht aus der Zeit des Nationalsozialismus geprägt sind. In den beiden Bänden "Einsatznah ausbilden" und "Üben und schießen" wimmele es von Wehrmachts-Kriegsgeschichten, berichtet die ARD.

Im Landser-Jargon würden zum Beispiel die Erlebnisse eines Panzervernichtungstrupps aus dem Jahr 1944 erzählt. Auch würden Wehrmachtsvorschriften und -richtlinien zitiert.

An anderer Stelle wird den Angaben zufolge ein junger Offizier aus dem Jahr 1943 zitiert, der sich über fehlenden "Kampf- und Abwehrwillen" der eingeschlossenen Wehrmachtstruppen in Stalingrad empört. Ein Ausbilder sagte der ARD, solche Bücher seien "ein gefundenes Fressen für eine Klientel, die politisch äußerst rechts orientiert" ist.

Der General für die Ausbildung im Heer, Walter Spindler, sagte hingegen, jeder Ausbilder müsse "in der Lage sein, die Beispiele in vernünftige Bezugsrahmen zu stellen". Außerdem existierten "militärische Grundwahrheiten auch während der zwölf Jahre eines totalitären Regimes", sagte Spindler.

Quelle: ntv.de