Politik

Doppelspitze für Niedersachsen Linke wählt Dehm und Flauger

Die neue Partei Die Linke hat den Landesverband Niedersachsen gegründet und sich auf den Wahlkampf für die Landtagswahl 2008 eingestimmt. Beim Landesparteitag in Hannover bestimmten die Delegierten ihre Parteispitze. Zu den Landesvorsitzenden wurden mit großer Mehrheit der 57 Jahre alte Bundestagsabgeordnete Diether Dehm und die 41-jährige Kreszentia Flauger gewählt. Zuvor billigten die rund 200 Delegieren einstimmig und mit großem Jubel den Zusammenschluss der Linkspartei mit der Wahlalternativen Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) zur gemeinsamem Partei Die Linke. Sie will bei der Landtagswahl im Januar antreten.
Nach der jüngsten Wahlumfrage verfehlt die Linke mit drei Prozent den Einzug ins Parlament. "Ich gehe davon aus, dass wir durchaus Chancen haben", sagte der neu gewählte Landesvorsitzende Dehm, der auch als Autor und Liedermacher bekannt ist.

Die Linke, die nach eigenen Angaben in Niedersachsen rund 2.500 Mitglieder hat, fordert unter anderem einen gesetzlichen Mindestlohn, einen Abzug des Bundeswehr aus Afghanistan sowie Alternativen zur Arbeitsmarktreform Hartz IV.

Zu einer möglichen Regierungskoalition mit der SPD nach der Landtagswahl in Niedersachsen äußerte sich Landesvorsitzender Dehm eher ablehnend. Die SPD wäre kein verlässlicher Partner für eine linke Politik, sagte Dehm. Der SPD-Spitzenkandidat für die Wahl, Wolfgang Jüttner, greife die CDU auch nicht richtig an. "Der macht nicht Butter bei die Fische." Dehm sagte: "Schwarz-gelb und der Laden von Jüttner ist nur dann zum Schwanken zu bringen, wenn wir in den Landtag kommen." Dehm grifft auch Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) an: "Der Sozialstaats-Killer Wulff muss weg." Seine Politik benachteilige die weniger Privilegierten in der Gesellschaft. Bei einem Einzug der Linken in den Landtag sollen Gewerkschaften, Verbände und Initiativen die Partei nach dem Wahltag bei ihrer weiteren politischen Strategie beraten.

Die Landesliste für die Landtagswahl mit den Spitzenkandidaten soll im November bestimmt werden.

Quelle: ntv.de