Politik

Soldaten und Polizisten verletzt Messerattacken in Brüssel und London

Im Zentrum von Brüssel erschießen Soldaten am Freitagabend einen Messerangreifer. Die belgische Staatsanwaltschaft spricht von einem Terroranschlag. Fast zeitgleich kommt es zu einem ähnlichen Vorfall vor dem Buckingham-Palast.

In Brüssel ist ein Mann am Freitagabend bei einer Messerattacke auf Soldaten erschossen worden. Der Angreifer sei tot, sagte eine Sprecherin der belgischen Staatsanwaltschaft. Die Staatsanwaltschaft gehe von einem "terroristischen Angriff" aus.

Der Angreifer hatte einen Soldaten im Zentrum der belgischen Hauptstadt mit einem Messer am Gesicht verletzt und einen weiteren an der Hand. Dabei soll er nach Angaben der Ermittler zufolge "Allahu akbar" (Gott ist groß) gerufen haben. Der Angreifer sei daraufhin "neutralisiert" worden, teilten die belgischen Behörden mit.

Der belgische Regierungschef Charles Michel schrieb nach dem Angriff auf Twitter: "All unsere Unterstützung für unsere Soldaten." Die belgischen Sicherheitskräfte blieben weiter "wachsam". "Wir verfolgen die Lage genau" mit dem Krisenzentrum, fügte Michel hinzu.

Messerattacke vor dem Buckingham-Palast

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Der Buckingham-Palast wurde nach dem Angriff weiträumig abgesperrt.

(Foto: AP)

Ein ähnlicher Angriff ereignete sich fast zeitgleich in London. Vor dem Buckingham-Palast griff ein Mann mit einem Messer Polizisten an und wurde daraufhin festgenommen. Der Mann sei gegen 20.35 Uhr Ortszeit (21.35 Uhr MESZ) vor dem Palast der britischen Königin Elizabeth II. "gestoppt" worden, teilte die Londoner Polizei mit. Zwei Polizisten seien bei dem Vorfall leicht am Arm verletzt worden.

Die Londoner Polizei äußerte sich zunächst nicht dazu, ob sie ein terroristisches Motiv vermutet. In sozialen Online-Netzwerken behaupteten Nutzer, der Angreifer habe ein Schwert bei sich gehabt. Sie veröffentlichten Fotos von zahlreichen Polizeiwagen rund um den Buckingham-Palast und abgesperrten Straßen in der Umgebung des Palastes.

Beliebte Anschlagsziele

Sowohl in Großbritannien als auch in Belgien waren in den vergangenen Monaten wiederholt islamistische Anschläge verübt worden. Am 22. Mai riss ein Selbstmordattentäter bei einem Pop-Konzert der US-Sängerin Ariana Grande in Manchester 22 Menschen mit in den Tod. Im Juni rasten drei Angreifer auf der London Bridge mit einem Lieferwagen in eine Menschenmenge. Anschließend stachen sie in einem angrenzenden Ausgehviertel wahllos auf Menschen ein. Sie töteten sieben Menschen und verletzten 48 weitere, bevor sie von der Polizei erschossen wurden.

In der belgischen Hauptstadt waren im März vergangenen Jahres bei zwei islamistischen Anschlägen am Flughafen und in einer Metrostation 32 Menschen getötet und hunderte weitere verletzt worden.

Quelle: n-tv.de, vpe/chr/AFP

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