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Vor allem im Süden ist Griechenland ein beliebter Anlaufpunkt für Migranten aus Asien und Afrika.
Vor allem im Süden ist Griechenland ein beliebter Anlaufpunkt für Migranten aus Asien und Afrika.(Foto: ASSOCIATED PRESS)
Montag, 27. August 2012

Übergriffe in Griechenland häufen sich: Migrant durch Straßen geschleift

In Griechenland mehren sich rassistische Übergriffe. Nun wird ein besonders krasser Fall auf der Halbinsel Peloponnes bekannt. Mit einem Auto schleifen zwei Männer einen Migranten durch die Straßen. Die Polizei nimmt einen der mutmaßlichen Täter fest. Das Opfer ist außer Lebensgefahr.

Ein brutaler rassistischer Übergriff auf einen Migranten schockt die Menschen in der Kleinstadt Nea Manolada auf der griechischen Halbinsel Peloponnes. Zwei Männer klemmten demnach den Kopf eines Ägypters nach einem Streit im Seitenfenster ihres Wagens ein und schleiften den Mann fast einen Kilometer durch die Straßen. Die Polizei bestätigte am Montag den Zwischenfall, der sich bereits am vergangenen Samstag ereignet hatte, und sprach von einem rassistischen Hintergrund.

Augenzeugen alarmierten die Polizei und riefen einen Krankenwagen. Das 22-jährige Opfer ist nach Berichten örtlicher Medien inzwischen außer Lebensgefahr. Die Polizei nahm einen 35-jährigen Griechen als mutmaßlichen Täter fest, nach dem anderen Mann werde noch gefahndet.

In Griechenland war es in den vergangenen Tagen zu zahlreichen Übergriffen mit rassistischem Hintergrund gekommen. In Athen wurde ein irakischer Migrant von schwarzgekleideten Männern totgeschlagen. Auf den Straßen kam es zu weiteren Übergriffen, auf Wohnungen und Unterkünfte von Migranten wurden Brandanschläge verübt. Menschenrechtsorganisationen berichteten, es habe mindestens 200 Überfälle mit rassistischem Hintergrund in den vergangenen zwei Monaten gegeben.

Das Land an der südöstlichen Außengrenze der EU ist seit längerem Anlaufpunkt für Migranten vor allem aus Asien und Afrika. In den vergangenen zehn Jahren suchten mehr als eine Million Menschen dort Zuflucht. Rechtsextremistische Parteien und Gruppierungen betreiben rassistische und ausländerfeindliche Propaganda. Der rechtsextremistischen und rassistischen Partei "Goldene Morgenröte" gelang bei den Wahlen am 17. Juni mit knapp sieben Prozent und 18 Abgeordneten der Einzug ins Parlament.

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Quelle: n-tv.de