Politik

Kinder nicht mit vier in die Schule Misere der Lehre

Wegen der Diskussion um die Ausbildungsabgabe wird es nach Angaben des deutschen Handwerks vermutlich nur noch eine reduzierte Anzahl an Ausbildungsplätzen geben. Immer weniger Betriebe seien bereit, Ausbildungsplätze anzubieten.

"Die anhaltende Diskussion um eine Ausbildungsabgabe wird sich bereits negativ auf die Nachvermittlungsaktionen in diesen Wochen auswirken. Viele Ausbildungsbetriebe werden sich an die Zusage nicht mehr gebunden fühlen, allen ausbildungsfähigen und ausbildungswilligen Jugendlichen eine Lehrstelle zur Verfügung zu stellen", sagte Handwerkspräsident Dieter Philipp der Tageszeitung "Die Welt".

Statt eine Ausbildungsplatzabgabe einzuführen, forderte Philipp die Politik auf, "sich verstärkt um die wachsende Zahl Jugendlicher zu kümmern, die weder ausbildungsfähig noch ausbildungswillig ist". Dies sei der eigentliche gesellschaftspolitische Skandal. Nach Angaben der Bundesanstalt für Arbeit fehlen derzeit 24.000 Ausbildungsplätze.

Kinder nicht mit vier Jahren in die Schule

Unterdessen haben sich drei Viertel der Menschen in Deutschland dagegen ausgesprochen, Kinder schon mit vier Jahren in die Schule zu schicken.

In einer polis-Umfrage widersprachen 76 Prozent der Befragten dem Vorschlag von Bildungsexperten, angesichts der demographischen Entwicklung bereits Vierjährigen einen Schulbesuch zu ermöglichen.

Lediglich 23 Prozent unterstützten einen derart frühen Einschulungstermin. Bei Eltern mit Kindern unter 14 Jahren sind es sogar nur 18 Prozent.

Quelle: ntv.de

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