Politik

Asylstreit vertreibt Wähler Neue Umfrage sieht Union unter 30 Prozent

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Die Union taucht ab in neue Tiefen.

(Foto: picture alliance / Tobias Hase/d)

Bereits im RTL/n-tv-Trendbarometer haben CDU und CSU gemeinsam kräftig eingebüßt. Nun prognostiziert eine neue Umfrage die Union noch tiefer. Allerdings gewinnen die Sozialdemokraten hinzu. Damit hätte die Große Koalition noch eine knappe Mehrheit.

Die Regierungskrise infolge des Asylstreits lässt die Unionsparteien in der Wählergunst weiter abrutschen. Im aktuellen Insa-Meinungstrend für die "Bild"-Zeitung büßt die Union zwei Prozentpunkte ein und kommt nur noch auf 29 Prozent - den bisher tiefsten Wert, der in dieser Umfrage für sie gemessen wurde. Die SPD legt zwei Punkte zu und erreicht nun 19 Prozent.

Alle anderen Bundestagsparteien stagnieren: die AfD bei 16 Prozent, die Linke bei 12, die Grünen bei 11 und die FDP bei 8 Prozent. Union und SPD hätten damit weiterhin eine knappe Mehrheit (48 Prozent) im Bundestag.

Im RTL/n-tv-Trendbarometer hatten CDU und CSU im Vergleich zur Vorwoche sogar vier Prozentpunkte verloren und waren auf 30 Prozent abgesackt - ihren bislang niedrigsten Wert seit der Bundestagswahl im September (33 Prozent). In dieser Umfrage nahm aber auch der Bündnispartner SPD Schaden und fiel um zwei Prozentpunkte auf 16 Prozent.

Die Unionsparteien haben sich über die Asylfrage tief zerstritten. Als Konsequenz aus ihrem Zwist vereinbarten CSU und CDU am Montag, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel zwei Wochen Zeit bekommen soll, um mit EU-Partnerländern über die Aufnahme von Flüchtlingen zu verhandeln. Ansonsten will Bundesinnenminister Horst Seehofer auf eigene Faust Zurückweisungen von Flüchtlinge an der deutschen Grenze anordnen, die schon in anderen Staaten als Asylbewerber registriert sind.

Quelle: ntv.de, wne/dpa