Politik

"In Feuer und Asche verwandeln" Nordkorea droht mit Erstschlägen

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Kim Jong Un: Die Raketen fliegen, der Diktator lacht.

(Foto: imago/Xinhua)

Südkorea und die USA simulieren alljährlich den Krieg mit Nordkorea. Und immer aufs Neue kontert Pjöngjäng mit martialischer Rhetorik und kündigt vernichtende Militärschläge an. Siegessicher ist das diktatorische Regime allemal.

Nordkorea hat Südkorea und den USA wegen eines gemeinsamen Manövers mit Militärschlägen gedroht. Die nordkoreanische Armee sei bereit, auf unmittelbar bevorstehende Gefahren mit "erbarmungslosen Erstschlägen" zu reagieren, hieß es in einer von der amtlichen Nachrichtenagentur KCNA verbreiteten Mitteilung. Das Militär stehe bereit, "die Hochburgen der Aggression in ein Meer aus Feuer und Asche zu verwandeln". Pjöngjang verurteilte das jährlich abgehaltene Manöver "Ulchi Freedom Guardian" als "gefährliche" Übung für einen Atomkrieg. "Wenn wir angreifen, haben es die Marionettenregime der USA und Südkoreas selber zu verantworten, wenn sie besiegt werden", sagte ein nordkoreanischer Militärsprecher.

Seoul reagierte auf die Ankündigung mit scharfen Warnungen. "Unsere Truppen werden für jede Provokation aus Nordkorea Vergeltung üben", erklärte die Armeeführung. Südkorea und die USA wollen am Montag ein gemeinsames Militärmanöver beginnen, bei dem das Eindringen nordkoreanischer Streitkräfte in den Süden simuliert werden soll. Auch wenn die zehntägige Übung hauptsächlich an Computern stattfindet, nehmen an ihr zehntausende südkoreanische und US-Soldaten teil.

Nordkorea hatte seinen südlichen Nachbarn zuletzt mit einer Reihe von Raketentests provoziert und damit auch gegen Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen. Die internationale Gemeinschaft hatte Nordkorea wegen dessen Atomwaffenprogramms mit Sanktionen belegt. Zuletzt wurden die Strafmaßnahmen im vergangenen Jahr verschärft, als das kommunistische Land seinen dritten Atomtest unternommen hatte.

Die USA haben als Abschreckung 28 500 Soldaten in Südkorea stationiert. In den vergangenen Monaten hat Nordkorea ungewöhnlich viele Testraketen unterschiedlicher Typen abgefeuert.

Quelle: ntv.de, fma/AFP/dpa