Politik

"Psychologische Kriegsführung" Nordkorea ist gegen Lichterglanz

Baum.jpg

Dieser Baum war allseits willkommen. Er schmückte vor einigen Jahren den Berg oberhalb der italienischen Stadt Gubbio in der Region Umbrien.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Pjöngjang hat Südkorea mit "unvorhersehbaren Konsequenzen" gedroht, sollte Seoul eine riesige Leuchtinstallation in Form eines Weihnachtsbaums nahe der Waffenstillstandslinie einschalten. Pjöngjang bezeichnet einen entsprechenden Plan Südkoreas auf der Internetseite der Regierung als "hinterhältigen Versuch psychologischer Kriegführung". Das südkoreanische Verteidigungsministerium hatte angekündigt, den Antrag einer christlichen Gruppe zu prüfen, die Beleuchtung eines 30 Meter hohen Metallturms in Form eines Weihnachtsbaums einzuschalten.

Die Installation befindet sich auf einem Hügel unter Kontrolle des Militärs nur drei Kilometer von der schwer bewachten Demarkationslinie entfernt. Medienberichten zufolge kann er von der nordkoreanischen Stadt Kaesong gesehen werden. Die Führung in Pjöngjang wirft Südkorea vor, die Bewohner Nordkoreas damit zum Christentum bekehren zu wollen.

Nord- und Südkorea hatten 2004 ein Abkommen geschlossen, das Propaganda in der Grenzregion untersagt. Daraufhin hatte der Süden den Weihnachtsbaum zunächst nicht mehr eingeschaltet. Erst im vergangenen Jahr brannten die Lichter wieder, nachdem es erneut Spannungen zwischen beiden Ländern gegeben hatte. Seoul wirft dem Norden unter anderem vor, im März 2010 ein südkoreanisches Kriegsschiff versenkt und 46 Matrosen getötet zu haben.

Quelle: ntv.de, AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen