Politik

Proteste gegen Neuwahlen Oppositionsführer in Bangkok erschossen

Eine Woche vor den von Ministerpräsidentin Yingluck anberaumten Neuwahlen drohen die Proteste erneut zu eskalieren. Während einer Rede wird einer der Anführer der Demonstranten getötet.

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Regierungsgegner versuchen, Thailänder von der Stimmabgabe abzuhalten.

(Foto: imago/Xinhua)

In der thailändischen Hauptstadt Bangkok ist einer der Anführer der regierungskritischen Proteste getötet worden. Suthin Taratin sei während einer Rede vor Demonstranten erschossen worden, sagte ein Sprecher der Protestbewegung.

Die Polizei bestätigte den Tod Suthins. Als Demonstranten in der Hauptstadt versucht hätten, die Möglichkeiten zur vorzeitigen Stimmabgabe für die anstehenden Parlamentswahlen zu unterbinden, sei es zu den gewaltsamen Auseinandersetzungen gekommen.

Die Schüsse wurden laut der Protestbewegung von einem Kleintransporter abgegeben. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden. Das Notfallzentrum Erawan in Bangkok sprach von neun Verletzten.

Opposition will Wahl verhindern

Thailand wird seit mehr als zwei Monaten von einem Machtkampf zwischen Regierung und Opposition erschüttert. Die Gegner von Ministerpräsidentin Yingluck Shinawatra erhöhten mit zahlreichen Protestmärschen stetig den Druck. Immer wieder gab es dabei Schießereien und Explosionen, bei denen mehrere Menschen getötet wurden. Die Opposition fordert Yinglucks Rücktritt und will einen nicht gewählten sogenannten Volksrat einsetzen.

Die von Yingluck angesetzte vorgezogene Parlamentswahl am kommenden Sonntag will die Opposition verhindern. Am Sonntag erzwangen Demonstranten in Bangkok die Schließung mehrerer Wahllokalen für die vorgezogene Stimmabgabe in einer Woche. Die neuen Proteste dürften den Druck auf Yingluck erhöhen. Erst am Freitag hatte das thailändische Verfassungsgericht den Weg für eine Verschiebung des Urnengangs frei gemacht.

Quelle: n-tv.de, jog/AFP/rts

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