Politik

Rassistische AusschreitungenPolizei setzt Wasserwerfer gegen Randalierer bei Belfast ein

11.06.2026, 02:02 Uhr
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In Newtownabbey lieferten sich rund 200 Menschen Straßenschlachten mit der Polizei. (Foto: REUTERS)

Rechtsextreme Aktivisten mobilisieren in Nordirland erneut zu gewaltsamen Protesten. Am Abend wütet der Mob in einer Vorstadt von Belfast, es fliegen Steine und Flaschen in Richtung der Polizei.

Den zweiten Abend in Folge ist es in Nordirland zu Gewalt bei ausländerfeindlichen Protesten gekommen. Die Polizei ging in der Nähe von Belfast mit Wasserwerfern gegen Steine werfende Demonstranten vor, die nach Angaben der britischen Sicherheitskräfte von rechtsextremen Aktivisten aufgestachelt wurden. "Es werden Gegenstände auf Beamte geworfen. Diese setzen nun Wasserwerfer ein, um die öffentliche Ordnung aufrechtzuerhalten", erklärte die Polizei. Es seien auch Flaschen und Ziegelsteine geflogen, Passanten wurden aufgefordert, den Bereich zu meiden.

Die neuen Ausschreitungen ereigneten sich in Glengormley nördlich von Belfast. Dort hatten sich nach Angaben der BBC rund 200 Menschen versammelt. Einige von ihnen hätten sich einer Unterkunft von Migranten nähern wollen, seien aber daran gehindert worden, meldet der Sender. Aus den Reihen der Demonstranten wurden Reportern zufolge Steine und Flaschen auf die Beamten geworfen. Zudem wurden Feuer auf der Fahrbahn gelegt.

Im Zentrum von Belfast blieb es derweil ruhig. Die Polizei hatte im Laufe des Tages ihre Präsenz in der Hauptstadt des zu Großbritannien gehörenden Landesteils Nordirland massiv verstärkt. Zudem blieben viele Schulen und Geschäfte am Mittwoch geschlossen.

Am Dienstagabend hatten Randalierer in Belfast bei ausländerfeindlichen Protesten Fahrzeuge und auch Häuser in Brand gesteckt. Die Feuerwehr musste Menschen aus Häusern holen. Zu den Demonstrationen hatten rechtsextreme Aktivisten aufgerufen. Hintergrund war die Veröffentlichung eines Videos eines brutalen Messerangriffs, für den ein sudanesischer Migrant verantwortlich gemacht wird. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und am Mittwoch einem Richter vorgeführt. Dem 30-Jährigen wird versuchter Mord vorgeworfen. Sein Opfer ist inzwischen in einem stabilen Zustand.

Quelle: ntv.de, ino/AFP

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