Politik

Sprengstoff-Drohne entdecktPolizisten durchkämmen Nordpiste am Leipziger Flughafen

07.08.2026, 14:09 Uhr
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Wegen der Suchmaßnahmen ist die Nordpiste seit 10 Uhr gesperrt. (Foto: picture alliance/dpa)

Die Ermittlungen zum Drohnen-Vorfall in Leipzig halten an: Am Flughafen ist eine Hundertschaft im Einsatz. Gesucht wird nach einem zweiten Flugobjekt. Derweil tagt der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung.

Nach den Drohnenvorfällen am Flughafen Leipzig/Halle hat eine Hundertschaft der Polizei das Gelände an der nördlichen Start- und Landebahn durchsucht. Die Einsatzkräfte sind in einer Kette zu Fuß unterwegs, wie ein Reporter der Deutschen Presse-Agentur beobachtete.

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft bestätigte, dass auf dem Flughafengelände Maßnahmen im Zusammenhang mit den Ermittlungen der Behörde stattfänden. Wonach konkret gesucht wird, ist offen.

Wegen der Suchmaßnahmen ist die Nordpiste seit 10 Uhr gesperrt, wie ein Flughafensprecher mitteilte. Der Passagierflugverkehr ist nicht betroffen. Bereits am Donnerstag war der Bereich durchsucht worden. Zuvor hatte das Landeskriminalamt (LKA) Sachsen mitgeteilt, dass die Suche nach dem zweiten - noch unbekannten - Flugobjekt des Vorfalls fortgesetzt werden sollte.

Auslöser der Ermittlungen war der Fund einer Drohne mit Sprengvorrichtung auf der südlichen Start- und Landebahn in der Nacht zum Mittwoch. Wenig später war ein zweites Flugobjekt mit einer Frachtmaschine zusammengestoßen, die wegen der Sperrung der Nordpiste nicht landen konnte und durchstarten musste. Nach der Umleitung nach Hannover wurden an der Maschine leichte Beschädigungen festgestellt.

Die auf der Südpiste entdeckte Sprengstoff-Drohne befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.

Unterdessen hat der Nationale Sicherheitsrat der Bundesregierung zu dem Vorfall getagt. Die Beratungen fanden unter Vorsitz von Bundeskanzler Friedrich Merz telefonisch statt, wie Regierungssprecher Stefan Kornelius mitteilte. Demnach steht Merz zu den Ereignissen in Leipzig "in fortwährendem Austausch" mit Bundesminister Alexander Dobrindt und anderen Mitgliedern der Bundesregierung. Der Nationale Sicherheitsrat wurde im vergangenen Jahr eingerichtet und soll die Kompetenzen bei innerer und äußerer Sicherheit innerhalb der Bundesregierung bündeln.

Quelle: ntv.de, are/dpa/AFP

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