Politik

Friedensgespräche zu ... Syrien Putin trifft Raisi und Erdogan im Iran

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Das letzte Mal traf die russisch-iranisch-türkische Dreierrunde 2018 aufeinander. Damals war allerdings noch Hassan Rohani (M.) iranischer Präsident.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der russische Präsident Putin nimmt seine nächste Auslandsreise in Angriff. Dem Kreml zufolge reist er kommende Woche in den Iran. Sein Angriff auf die Ukraine steht offiziell nicht auf der Themenliste. Allerdings fliegt auch der türkische Staatschef Erdogan für bilaterale Gespräch nach Teheran.

Der russische Präsident Wladimir Putin plant seine zweite Auslandsreise, seit er am 24. Februar den Angriff auf die Ukraine befohlen hat. Er werde in der kommenden Woche zu einem Gipfel mit den Staatschefs des Iran und der Türkei nach Teheran reisen, teilt Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mit. Die Reise von Präsident Putin am 19. Juli werde derzeit vorbereitet.

Bei dem Treffen wollen der russische Präsident Putin, der iranische Präsident Ebrahim Raisi und der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan demnach Friedensgespräche führen. Im Mittelpunkt der Gespräche soll Peskow zufolge allerdings nicht die Ukraine stehen, sondern Syrien. Außerdem sei ein bilaterales Gespräch von Putin mit dem türkischen Präsidenten geplant. Um welche Themen sich diese bilateralen Beratungen drehen sollen, sagte der Kreml-Sprecher nicht. Die Türkei hatte sich in den vergangenen Wochen mehrfach als Vermittler in der Ukraine-Krise ins Spiel gebracht.

Russland, der Iran und die Türkei sind wichtige Akteure im Syrien-Konflikt. Im Jahr 2017 hatten die drei Länder den sogenannten Astana-Prozess lanciert, in dem es offiziell darum geht, den Frieden in dem Bürgerkriegsland wiederherzustellen.

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Putins Besuch im Iran wird seine zweite Auslandsreise seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in der Ukraine am 24. Februar sein. Ende Juni hatte der Kreml-Chef Tadschikistan besucht.

Kurz vor Bekanntwerden der Reise hatten die USA erklärt, ihnen lägen Hinweise vor, dass der Iran Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine unterstützen wolle. "Unsere Informationen zeigen, dass die iranische Regierung sich darauf vorbereitet, schnell mehrere Hundert unbemannte Luftfahrzeuge bereitzustellen, darunter auch solche, die Waffen transportieren können", sagte der Nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Joe Biden, Jake Sullivan.

Quelle: ntv.de, chr/AFP/dpa

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