Politik

Kremlchef ist siegessicher Putin: "Wir hatten keine andere Wahl"

Im äußersten Osten Russlands besichtigt Präsident Putin einen Weltraumbahnhof und empfängt dort den belarussischen Machthaber Lukaschenko. Zum wiederholten Mal rechtfertigt der Kremlchef den Einmarsch in die Ukraine mit der "Gewährleistung der russischen Sicherheit". Vom Rest der Welt wolle sich Russland trotz Sanktionen nicht abschotten.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich mit Blick auf den Krieg gegen die Ukraine einmal mehr siegesgewiss gezeigt. Die Ziele der "Spezialoperation" würden erreicht, sagte Putin während der Besichtigung des russischen Weltraumbahnhofs "Wostotschny" im äußersten Osten des Landes der Agentur Interfax zufolge. "Daran gibt es keinen Zweifel."

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Kremlchef Putin empfängt seinen belarussischen Kollegen Lukaschenko am Weltraumbahnhof "Wostotschny".

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Der russische Präsident verteidigte zudem erneut seine Entscheidung über den Einmarsch in die Ukraine vor knapp sieben Wochen als alternativlos. Die Operation diene der Gewährleistung der russischen Sicherheit: "Wir hatten keine andere Wahl", sagte Putin. Der Konflikt mit den "antirussischen Kräften in der Ukraine" sei nur eine Frage der Zeit gewesen. Viele internationale Experten hatten dem Kremlchef in der Vergangenheit hingegen vorgeworfen, den Schutz russischer Menschen in der Ukraine nur als Vorwand für den Krieg zu benutzen.

Russland will sein Mondprogramm wieder aufnehmen

Putin betonte zudem, dass sich Russland nicht vom Rest der Welt abschotten wolle. Auch die Sanktionen, mit denen der Westen auf die russische Invasion reagierte, können Russland nach Ansicht Putins nicht isolieren. Moskau werde sein technisches und technologisches Potenzial - speziell im Weltall - weiter ausbauen, sagte er. Unter anderem werde Russland sein Mondprogramm wieder aufnehmen, sagte Putin laut der kremlnahen Nachrichtenagentur Ria Nowosti. Er betonte, das Land werde alle Pläne im Bereich der Raumfahrt umsetzen, trotz der Versuche von außen, den Fortschritt zu behindern.

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Putin ist zusammen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko zur Besichtigung des Weltraumbahnhofs geflogen. Dabei wollte er sich Kreml-Angaben zufolge später am Tag auch das erste Mal seit Beginn des Krieges den Fragen von Medienvertretern stellen.

Russland hatte die Ukraine am 24. Februar überfallen. Seitdem griffen russische Truppen die Ukraine auch von belarussischem Gebiet aus an. Die belarussische Armee ist aber bislang nicht in den Krieg involviert. Seit dem Beginn der Invasion gab es in Belarus zahlreiche Sabotageakte vor allem an der Eisenbahn, die sich gegen die russische Armee richteten. Hunderte Belarussen kämpfen zudem in der Ukraine an Kiews Seite.

Quelle: ntv.de, uzh/dpa

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