Politik

Atommüll-Endlager Röttgen spielt Szenarien durch

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Ein Mann protestiert in Gorleben gegen Atomkraft.

(Foto: dpa)

Seit Jahrzehnten ist die Frage ungeklärt: Wohin mit dem Atommüll? Bundesumweltminister Röttgen will einem Bericht zufolge nun Probebohrungen an drei Standorten durchführen. Offenbar bleibt auch Gorleben weiter eine Option. Dort könnte ein Untertagelabor eingerichtet werden.

Bei der erwägt Bundesumweltminister Norbert Röttgen einem Medienbericht zufolge Probebohrungen an drei Standorten. Röttgens Fachleute würden für ein Anfang Februar bevorstehendes Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder derzeit verschiedene Szenarien entwickeln, berichtet der "Spiegel".

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Röttgen prüft drei Standorte.

(Foto: dpa)

Eines dieser Szenarien sieht demnach eine Fortsetzung der Untersuchungen im Salzstock Gorleben in Niedersachen vor. Dieser solle der Referenz-Standort für das Lagergestein Salz sein, weitere Salzstöcke wolle der CDU-Minister nicht mehr untersuchen lassen.

Wie der "Spiegel" weiter berichtet, sollen nach den Plänen Techniker außerdem für die Atommüll-Endlagerung die Lagergesteine Ton und Granit an anderen Stellen in der Republik testen. Granit findet sich vor allem in Bayern und Sachen, Ton in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Ostdeutschland.

Arbeiten an Gorleben gehen weiter

Ein anderes Szenario Röttgens sehe vor, nur einen einzigen Alternativstandort zu Gorleben unter Tage zu erkunden. Die Arbeiten in dem umstrittenen Salzstock wolle der Minister auf keinen Fall ganz einstellen. Das Umweltministerium prüfe, ob dort ein Untertagelabor eingerichtet werden könne, in dem für einige Jahre nur geforscht, nicht aber gebohrt oder gebaut werde.

Bund und Länder bemühen sich derzeit gemeinsam um einen neuen Anlauf bei der Suche nach einem Endlager, die sich bisher ausschließlich auf den umstrittenen Standort Gorleben in Niedersachsen beschränkt. Röttgen und die Länder wollen weitere mögliche Standorte erkunden. Bisher ist aber offen, wie das geregelt werden soll und welche Entscheidungskriterien gelten sollen. Röttgen hat für dieses Jahr ein Endlagersuchgesetz angekündigt.

Quelle: ntv.de, AFP

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