Politik

Endlager-Suche Viele Bürger fürchten Atommüll

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Im Endlager Morsleben lagern knapp 37.700 Kubikmeter Atommüll.

(Foto: dpa)

Im neuen Jahr soll die Suche nach einem Atommüll-Endlager neu beginnen. Die Mehrheit der Bürger begrüßt das, aber eine Lagerung vor der eigenen Haustür würden nur wenige akzeptieren. Wie aus einer Umfrage hervorgeht, fürchten 81 Prozent der Befragten vom Atommüll ausgehende Gefahren "sehr".

Die große Mehrheit der Bundesbürger fürchtet sich vor den Gefahren des Atommülls, der in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland entstanden ist. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut YouGov für die Deutsche Presse-Agentur anlässlich des geplanten Neustarts der Endlager-Suche im neuen Jahr erstellte. Demnach fürchten 81 Prozent der Befragten vom Atommüll ausgehende Gefahren "sehr" (45 Prozent) oder "ein wenig" (36 Prozent). Nur jeder Zwanzigste hat in dem Zusammenhang keinerlei Sorgen (5 Prozent).

Mehr als die Hälfte der 1053 Befragten (55 Prozent) begrüßt jedoch, dass Bund und Länder im November beschlossen, 2012 mit der Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll neu zu beginnen. Bisher wurde allein der Standort Gorleben erkundet. Rund ein Viertel (26 Prozent) der Befragten würde lieber bei dem niedersächsischen Salzstock als Lagerort bleiben.

Endlager am eigenen Wohnort?

Trotz der Offenheit der meisten Befragten für die neue ergebnisoffene Suche würde aber nur eine kleine Minderheit ein Endlager am eigenen Wohnort akzeptieren (17 Prozent). Jeder dritte würde sich nach eigenem Bekunden an Protesten dagegen beteiligen. Jeder Sechste würde demnach sogar die Region verlassen und wegziehen. Ein weiteres knappes Drittel würde eine solche Entscheidung zwar ablehnen, aber nicht glauben, dass sich etwas dagegen tun lässt.

Eine Verlagerung deutschen Atommülls gegen Bezahlung ins Ausland - etwa nach Russland - lehnt eine klare Mehrheit ab (59 Prozent). Nur jeder Vierte befürwortet entsprechende Überlegungen (25 Prozent).

Quelle: ntv.de, dpa

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