Politik

Putin gräbt alten Orden aus Russland sucht den Super-Arbeiter

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"Heldenhafte" Maschinenarbeit: ein gewebter Putin.

(Foto: REUTERS)

Es war einmal in der Sowjetunion, als der Kreml fleißige Männer und Frauen zu "Helden der sozialistischen Arbeit" ernannte. Jetzt erweckt Ministerpräsident Putin die alte Tradition wieder zum Leben: Ruhm und Rubel für die "Besten" des Landes.

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"Heldenhafter" Arbeitseinsatz: Ein russischer Soldat bei der Karottenernte.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Wie in längst vergangenen Sowjetzeiten will Wladimir Putin künftig wieder die besten Arbeiter des Landes auszeichnen und mit Bargeldprämien belohnen. Fünf Kategorien soll es laut dem russischen Ministerpräsidenten geben: "Bester Schweißer, bester Steinmetz, bester Bergarbeiter, bester Elektriker und bester Lastwagenfahrer."

Gewinner des Titels bekommen einem Kabinettsentwurf zufolge 300. 000 Rubel (7700 Euro), die Zweit- und Drittplatzierten erhalten 200.000 beziehungsweise 100.000 Rubel. Das russische Ministerium für Gesundheit und soziale Entwicklung erklärte, nun würden in Zusammenarbeit mit örtlichen Behörden, Gewerkschaften und Arbeitgebern zunächst die Kandidaten nominiert. Die Preisträger sollen dann im Oktober feststehen.

Das Modell erinnert an Orden, die es früher in der Sowjetunion gab. Als "Helden der sozialistischen Arbeit" ausgezeichnete Bürger erhielten ebenfalls Geld und ihr Foto wurde häufig an spezielle Ehrentafeln gehängt. Auch in der damaligen DDR wurden jedes Jahr zahlreiche Menschen für besondere Leistungen mit dem Titel "Held der Arbeit", einer Medaille und Geld belohnt.

Quelle: ntv.de, AFP

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