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Moskau steht zu Maduro Russland warnt USA im Fall Venezuela

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Präsident Putin lässt ausrichten, dass Moskau Maduro stütze.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Die rasche Anerkennung eines neuen politischen Führers in Venezuela durch die USA alarmiert Russland. Eindringlich warnt Moskau vor einer militärischen Intervention. Auch der Iran und die Türkei stellen sich an die Seite von Präsident Maduro.

Russland warnt die USA vor einer Militärintervention in Venezuela. Dies wäre ein katastrophales Szenario, zitiert die Nachrichtenagentur Interfax das Außenministerium in Moskau. Russland werde seinen strategischen Partner Venezuela weiter unterstützen. Zugleich kritisierte Moskau das Verhalten westlicher Länder im Zusammenhang mit dem Machtkampf in dem südamerikanischen Land.

Die Ereignisse "zeigen klar die Haltung der progressiven internationalen Gemeinschaft gegenüber dem internationalen Recht, der Souveränität und der Nicht-Einmischung in die innenpolitischen Angelegenheiten eines Landes, in dem sie einen Machtwechsel anstreben", erklärte die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, bei Facebook.

In Venezuela hatte sich der oppositionelle Parlamentspräsident Juan Guaidó am Vortag bei Massenprotesten gegen den linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro zum Interimspräsidenten erklärt. Er erhielt umgehend die Unterstützung von US-Präsident Donald Trump und einer Reihe lateinamerikanischer Staaten.

EU-Ratspräsident Donald Tusk erklärte, er setze auf eine einheitliche Position der EU-Mitgliedstaaten zur "Unterstützung der demokratischen Kräfte" in Venezuela. "Die Europäische Union ruft mit Nachdruck zum Beginn eines sofortigen politischen Prozesses auf, der zu freien und glaubwürdigen Wahlen führt, im Einklang mit der Verfassung", erklärte die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini. Die EU unterstütze die von Guaidó geführte Nationalversammlung "als demokratisch gewählte Institution, deren Befugnisse wiederhergestellt und respektiert werden müssen".

Ankara und Teheran stützen Maduro

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan versicherte Maduro unterdessen telefonisch seine Unterstützung. "Bruder Maduro, halte den Kopf hoch, die Türkei bleibt an deiner Seite", habe Erdogan seinem venezolanischen Kollegen gesagt, erklärte Präsidentschaftssprecher Ibrahim Kalin.

Maduro und Erdogan pflegen seit Jahren ein enges Verhältnis. Beide stehen wegen ihres Umgangs mit der Opposition in der Kritik. Der türkische Staatschef hatte Venezuelas Präsidenten bereits bei einem Besuch in Caracas im Dezember seine Unterstützung versichert.

Auch der Iran stellte sich hinter Präsident Maduro. "Der Iran unterstützt die Regierung und das Volk Venezuelas gegen illegitime und illegale Aktionen wie Putschversuche und ausländische Einmischung in die inneren Angelegenheiten des Landes", sagte Außenamtssprecher Bahram Ghassemi. Teheran hoffe, dass die Regierung und das Volk Venezuelas die politischen Differenzen umgehend und friedlich lösen werden, sagte der Sprecher laut Webportal des Außenministeriums. Der Iran pflegt seit Jahren enge Beziehungen zu Venezuela und Präsident Maduro.

UN-Generalsekretär Antonio Guterres sprach sich für einen Dialog aus. Er hoffe, dass eine Eskalation vermieden werden könne, "die zu einer Art von Konflikt führen würde, der eine Katastrophe für das Volk Venezuelas und für die Region wäre", sagte er beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Zu Wochenbeginn war ein Aufstandsversuch von 27 Soldaten gegen Maduro gescheitert. Die Situation in dem Land hatte sich seitdem verschärft. Bei Protesten und Unruhen kamen an den beiden Folgetagen nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Beobachtungsstelle für soziale Konflikte (OVCS) mindestens 13 Menschen ums Leben.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa/rts/AFP

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