Politik

Gegen Steine und Gemüse Siedler-Häuser geräumt

Israelische Sicherheitskräfte haben in Hebron im Westjordanland mehrere palästinensische Häuser geräumt, in denen sich zwei jüdische Siedlerfamilien verschanzt hatten. Dutzende ultra-nationalistische Demonstranten bewarfen die anrückenden Polizisten mit Steinen und Gemüse, berichteten israelische Medien.

An der Räumung waren 200 Polizisten beteiligt, mehrere hundert Soldaten sicherten den Schauplatz. Nach Angaben eines Regierungssprechers wurden 14 Polizisten verletzt, 5 Demonstranten wurden festgenommen. Bei der Räumung handelte es sich um das massivste Vorgehen israelischer Sicherheitskräfte seit dem Abzug der jüdischen Siedler aus dem Gazastreifen vor zwei Jahren.

Kinder sterben

Bei einem fehlgeschlagenen Raketenangriff auf Israel haben radikale Palästinenser zwei Kinder im Gazastreifen getötet. Die Rakete sei nahe der nördlich gelegenen Stadt Lahija eingeschlagen, berichteten palästinensische Sanitäter. Die Opfer seien ein siebenjähriger Junge und ein neunjähriges Mädchen. Zu dem Abschuss bekannte sich zunächst keine Gruppe.

Palästinensische Extremisten haben in den vergangenen Monaten aus dem Gazastreifen wiederholt Raketen auf Israel abgefeuert. In dem Küstenstreifen hat die radikal-islamische Hamas die Macht an sich gerissen. Die gemäßigtere Palästinenser-Regierung unter Präsident Mahmud Abbas hat de facto nur im Westjordanland das Sagen.

Quelle: n-tv.de