Politik

Schule schlägt Tourismus Sommerferien sollen Zeitkorridor behalten

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(Foto: picture alliance / dpa)

Dass die Sommerferien am 20. September enden könnten, mag sich Sylvia Löhrmann nicht vorstellen. Deswegen will die Präsidentin der Kultusministerkonferenz den Zeitraum für die freien Tage auf keinen Fall ausweiten. Den Wirtschaftsministern gefällt das gar nicht.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Sylvia Löhrmann von den Grünen sieht keinen Spielraum, den Zeitkorridor für die Sommerferien in Deutschland zu verändern. "Tatsächlich sind bereits aus pädagogischen Gründen die Möglichkeiten ausgeschöpft, den Zeitraum für die Sommerferien zu verändern", erklärte die derzeitige Präsidentin der Kultusministerkonferenz.

Die Ministerpräsidentenkonferenz hatte die Kultusminister im März gebeten, einen 90-Tage-Gesamtzeitraum weit möglichst auszuschöpfen. Die Wirtschaftsminister wollen mit einem breiteren Ferienkorridor der Tourismuswirtschaft entgegenkommen und Verkehrsengpässe entzerren. Der Streit zwischen Kultus- und Wirtschaftsministern über eine optimale Ferienregelung schwelt seit Jahren.

Ferienende am 20. September unerwünscht

Es sei nicht vertretbar, schon Mitte Juni mit den Ferien zu beginnen, weil zentrale Prüfungen dann nicht mehr ordnungsgemäß organisiert werden könnten, erläuterte Löhrmann. Bei einem späteren Ende könne von Sommerferien nicht mehr gesprochen werden.

Kein Land sei bereit, das Ferienende um den 20. September zu terminieren. Der Beschluss der Ministerpräsidenten stelle nicht infrage, "dass allein die Kultusministerkonferenz über die Sommerferien entscheidet", bekräftigte Löhrmann. Vorrang vor touristischen Wünschen hätten pädagogische und schulorganisatorische Erwägungen.

Quelle: ntv.de, ame/dpa

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