Politik

"Wenn die Dinge gut laufen" Spahn stellt Impfstoff für Kinder in Aussicht

Keines der bisher zugelassenen Vakzine ist für Kinder unter 16 Jahren gedacht. Aber laut Spahn gibt es Grund zur Hoffnung für diesen Sommer.

Keines der bisher zugelassenen Vakzine ist für Kinder unter 16 Jahren gedacht. Aber laut Spahn gibt es Grund zur Hoffnung für diesen Sommer.

(Foto: imago images/Jürgen Heinrich)

Noch gibt es keinen Impfstoff, der für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren zugelassen ist. Laut Gesundheitsminister Spahn gibt es aber einige Hersteller bei denen Studien dazu liefen. Deshalb rechnet er mit einem Vakzin noch im Sommer.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat einen für Kinder und Jugendliche geeigneten Impfstoff gegen das Coronavirus für diesen Sommer in Aussicht gestellt. Derzeit gebe es noch keinen für Kinder und Jugendliche zugelassenen Impfstoff, sagte Spahn, der als Gast bei der Jahresauftakt-Klausur der hessischen Union am Abend online zugeschaltet war. Das Vakzin von Biontech/Pfizer sei ab 16 Jahren zugelassen, die beiden anderen Impfstoffe von Moderna und Astrazeneca ab 18 Jahre.

Gerade bei Kindern und Jugendlichen mit Vorerkrankungen sei dies ein Problem. Es gebe eine Reihe von Herstellern, bei denen Studien mit Kindern und Jugendlichen liefen, von drei oder vier Herstellern wisse er dies sicher. "Wir gehen davon aus, toi, toi, toi, wenn die Dinge gut laufen, dass wir im Sommer auch einen Impfstoff haben, der eben dann Kinder und Jugendliche schützen kann."

Spahn räumte einen schwierigen Start der Impfkampagne Ende Dezember ein. "Es war irgendwie auch die Erwartung größer, im Nachhinein hätte man vielleicht noch stärker auch Erwartungsmanagement machen müssen", sagte der Minister. "Ich hab' gedacht, nachdem wir sechs Wochen über Priorisierung, Knappheit, Ethikrat, Bundestag diskutiert haben im Dezember, dass irgendwie klar ist, das wird schwierig am Anfang."

Nach dem Impfstart sei angesichts der Pandemiemüdigkeit "die Erwartung auf einmal ganz, ganz groß" gewesen, "dass das jetzt ganz, ganz schnell geht". Der Weg sei begonnen, "aber es ist noch ein Stück Weg", sagte Spahn. Mindestens die nächsten neun bis zehn Wochen dürften nun noch von starker Impfstoff-Knappheit geprägt sein, "und dann im zweiten Quartal wird's sicher besser", so Spahn.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa

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