Politik

Nach AfD-Kritik an Özil Staatsministerin Özoguz möchte nach Mekka

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(Foto: picture alliance / dpa)

Sind Muslime, die nach Mekka pilgern, keine guten Demokraten? Daran zweifelt zumindest AfD-Vize Gauland. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung positioniert sich demonstrativ zu dieser Aussage.

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Aydan Özoguz, hat Kritik der AfD an Mekka-Pilgerfahrten von deutschen Muslimen als "absurd" zurückgewiesen. Sie selber sei bisher noch nicht auf Pilgerfahrt gewesen, sagte die türkischstämmige SPD-Politikerin dem "Spiegel". "Das bedauere ich sehr. Ich möchte gern mal nach Mekka reisen."

Der AfD-Politiker Alexander Gauland hatte die Pilgerfahrt des Fußball-Nationalspielers Mesut Özil als "gewöhnungsbedürftig" kritisiert und hinzugefügt: "Bei Beamten, Lehrern, Politikern und Entscheidungsträgern würde ich sehr wohl die Frage stellen: Ist jemand, der nach Mekka geht, in einer deutschen Demokratie richtig aufgehoben?"

Darauf entgegnete Özoguz: "Wenn jemand gläubig ist, ist er dadurch nicht undeutsch oder illoyal gegenüber seinem Land." Mit Blick auf christliche Pilgerfahrten fügte sie hinzu: "Wenn jemand auf dem Jakobsweg wandert, würde Herr Gauland ja auch nicht auf die Idee kommen, dass das ein Problem ist."

Quelle: n-tv.de, mbo/dpa