Politik

Terror vor Wahlen in Afghanistan Taliban überfallen Luxushotel in Kabul

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Afghanische Sicherheitskräfte töteten die vier Angreifer.

(Foto: REUTERS)

Die Taliban versuchen, die bevorstehenden Präsidentschafswahlen zu torpedieren. Das bewährte Mittel: Terror. Vier Bewaffnete dringen nun in ein Kabuler Hotel ein und schießen Gäste nieder. Unter ihren Opfern sind ein westlicher Diplomat sowie ein Journalist.

Bei einem Angriff auf ein Luxushotel in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Donnerstagabend mindestens 13 Menschen getötet worden, darunter die vier minderjährigen Angreifer. Der Überfall, zu dem sich die radikalislamischen Taliban bekannten, richtete sich gegen das Hotel Serena.

Unter den Getöteten war ein Ex-Diplomat aus Paraguay, der sich als Wahlbeobachter für die Präsidentenwahl in Afghanistan zur Verfügung gestellt hatte. Auch ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP, dessen Frau und zwei ihrer drei Kinder kamen zu Tode. Die vier Angreifer wurden von afghanischen Sicherheitskräften erschossen.

Die vier jungen Männer hatten das Hotel mit in ihren Socken versteckten Pistolen betreten. Erst nach rund drei Stunden kam es dann zu einer Schießerei in dem bei Ausländern beliebten Hotel, das als das luxuriöseste der Stadt gilt. Schon 2008 war das Serena Ziel eines Taliban-Angriffs gewesen, bei dem acht Menschen getötet wurden.

Ebenfalls am Donnerstag stürmten Taliban-Kämpfer zudem eine Polizeistation in der ostafghanischen Stadt Dschalalabad und brachten dort zehn Sicherheitsbeamte um. Bei dem Angriff wurde auch eine an einen Lastwagen montierte Bombe gezündet.

Die neuerlichen Attacken ereigneten sich zwei Wochen vor Beginn der Präsidentschaftswahlen, deren Vorbereitung von den Taliban gewaltsam sabotiert wird.

Quelle: ntv.de, jog/AFP