Politik

Schlechte Noten für Deutschland UNESCO kritisiert Bildung

Das deutsche Bildungssystem hat auch von der UNESCO schlechte Noten bekommen. Unter anderem habe die Bundesrepublik keine geregelte Vorschulbildung, kritisierte die UNESCO bei der Vorstellung ihres Weltberichts "Bildung für alle 2003/04" am Donnerstag in Bonn.

Lediglich 53 Prozent der Dreijährigen und 78 Prozent der Vierjährigen besuchten einen Kindergarten. Mehr als zehn Prozent der Schulanfänger seien in keiner vorschulischen Einrichtung gewesen. Gerade in diesem Alter würden aber wichtige Grundlagen für die Lernmotivation und das lebenslange Lernen geschaffen. Das wirke sich besonders negativ für Kinder aus sozial schwachen Familien sowie für ausländisch-stämmige Kinder aus.

Die UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur kritisierte zudem eine fehlende Chancengleichheit unter Jugendlichen. Da in Deutschland die Halbtagsschule dominiere, könnten soziale Problemfälle und elterliche Defizite bei der Erziehung kaum aufgefangen werden. Schüler würden in die Hauptschulen abgeschoben.

Zudem wurde in dem regelmäßig erscheinenden Bericht eines unabhängigen internationalen Expertenteams die hohe Zahl von Schülern in Deutschland bemängelt, die nicht richtig lesen und schreiben könne. Ein Viertel der deutschen Schüler zähle zur "Risikogruppe" und könne am Ende der Schullaufbahn kaum lesen und schreiben. Bis zu sieben Millionen Erwachsene in Deutschland seien "funktionale Analphabeten, die kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt hätten.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen