US-Wahl

Kandidat als neuer Super Mario Ron Paul wird Videospiel-Held

Er hat vielleicht nicht die finanzkräftigsten Unterstützer, wohl aber die kreativsten: Der republikanische Präsidentschaftslandidat Ron Paul. Jetzt bekommt der kauzige Libertäre sogar ein eigenes Computerspiel.

Mit diesem Poster bedankt sich der Entwickler bei allen seinen Finanziers.

Mit diesem Poster bedankt sich der Entwickler bei allen seinen Finanziers.

(Foto: Daniel Williams)

"Ron Paul - Road to Revolution" soll es heißen, entwickelt wurde es von David Williams. Der 27-jährige Programmierer aus Texas hat sich dafür bei einigen der größten Hits der Daddel-Historie bedient: Von Nintendos "Super Mario Bothers" bis zur Simpsons-Adaption "Krusty's Fun House".

Ziel des Spiel ist es, Paul über die US-Notenbank Federal Reserve triumphieren zu lassen. Die will der libertäre Politiker auch im wirklichen Leben abschaffen - zusammen mit fast allen staatlichen Sozialprogrammen. Der Endboss nach 50 Levels (eines für jeden Bundesstaat) steht damit natürlich bereits fest: Fed-Chef Ben Bernanke höchst persönlich. Dem wirft der reale Paul vor, durch Inflation die Vernichtung der US-Währung voranzutreiben.

Kreative Werbung, aber zu spät

Das Startkapital für sein Spiel hat Williams auf ähnliche Weise gesammelt wie Politiker Paul Wahlkampfspenden: über Spenden im Internet. Mehr als 6.000 Dollar sind durch die Crowdfunding-Seite "Kickstarter" bereits zusammengekommen. Als Dankeschön soll es das Spiel später kostenlos im Internet geben.

Im Spiel sammelt Paul mit jedem erledigten Gegner Delegierte für die Wahl - doch im wahren Leben ist diese Schlacht bereits entschieden. Denn die Nominierung seines republikanischem Mitbewerbers Mitt Romney wird das Spiel jedoch kaum verhindern können. Im Interview mit der "Webseite Raw Story" bereute Williams deshalb auch sein Timing. "Ich wünschte, ich wäre schon vor einem Jahr darauf gekommen."

Quelle: n-tv.de, ssc