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Verhaftung von US-Bürger USA fordern Erklärung von Moskau

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US-Außenminister Pompeo: "Wollen mehr über die Vorwürfe wissen."

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein US-Bürger wird in Russland verhaftet. Der Verdacht: Spionage. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Die US-Regierung will vom Kreml nun mehr über die Vorwürfe erfahren.

Nach der Verhaftung eines US-Bürgers in Russland wegen Spionageverdachts hat US-Außenminister Mike Pompeo eine Erklärung gefordert. "Wir haben den Russen klar gemacht, dass wir mehr über die Vorwürfe wissen wollen", sagte Pompeo. "Wenn die Verhaftung unbegründet ist, werden wir seine sofortige Freilassung fordern."

Der 48-Jährige war am Freitag in Moskau festgenommen worden. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Spionage eröffnet, ihm drohen zwischen 10 und 20 Jahren Haft. Seine Familie wies die Spionage-Vorwürfe zurück. Der im US-Bundesstaat Michigan wohnhafte und für den US-Autozulieferer BorgWarner tätige Mann sei privat und beruflich mehrmals in Russland und am Freitag Gast bei einer Hochzeit in Russland gewesen. Nach Angaben des US-Außenministeriums hat inzwischen der amerikanische Botschafter in Russland, Jon Huntsman, den Mann in einer Haftanstalt in Moskau besucht.

Die Beziehungen Russlands zu den USA haben sich seit der Annexion der Halbinsel Krim 2014 verschlechtert. Seither haben die USA und zahlreiche andere westliche Staaten Sanktionen gegen Russland verhängt.

Quelle: n-tv.de, bad/rts

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