Politik

Konstruierte Eskalation? USA nennen Biowaffen-Vorwürfe "lächerlich"

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Psaki erklärt, Russland habe immer wieder chemische Waffen eingesetzt und schrecke vor dem Einsatz auch im Ukraine-Krieg nicht zurück.

(Foto: picture alliance / AA)

Der Vorwurf Russlands, die Ukraine entwickle nukleare oder biologische Waffen, erweist sich als Falschinformation. Die USA alarmiert diese Behauptung: Der Kreml könnte sie strategisch als Vorwand nutzen, um selbst einen Angriff bisher nicht gekannten Ausmaßes vorzubereiten.

Die US-Regierung hat vor einem möglichen russischen Einsatz chemischer oder biologischer Waffen in der Ukraine gewarnt. Moskau wolle mit der Verbreitung von Falschinformationen den Weg dafür bereiten, den ungerechtfertigten Angriffskrieg in der Ukraine weiter zu eskalieren, warnt die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden, Jen Psaki, auf Twitter. Russland folge dabei einem klaren Verhaltensmuster - entweder um selbst Massenvernichtungswaffen einzusetzen, oder um einen Angriff durch die Ukrainer vorzutäuschen, um eine Rechtfertigung für die Fortsetzung des Kriegs zu konstruieren.

Psakis Äußerung kam nach Vorwürfen Russlands, denen zufolge die Ukraine nukleare oder biologische Waffen entwickeln soll. Erst am Montag behauptete das russische Verteidigungsministerium, in der Ukraine gebe es ein Netzwerk von Bio-Laboren, die im Auftrag des US-Verteidigungsministeriums arbeiteten. Internationale Faktenchecker haben diese Behauptung allerdings längst entkräftet.

Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, erklärte, die "russischen Falschinformationen sind kompletter Unsinn". Die USA betrieben keine Labore für biologische oder chemische Waffen in der Ukraine und respektierten die internationalen Verträge zu chemischen und biologischen Waffen vollumfänglich. Pentagon-Sprecher John Kirby, nannt die Vorwürfe "absurd" und "lächerlich" klassische russische Propaganda.

"China verbreitet russische Propaganda"

Biden-Sprecherin Psaki erklärte weiter, Russland hingegen habe immer wieder chemische Waffen eingesetzt - etwa bei Anschlägen auf politische Widersacher von Präsident Wladimir Putin wie Alexej Nawalny. Zudem unterstütze Moskau den syrischen Machthaber Baschar al-Assad, dessen Regime "wiederholt chemische Waffen eingesetzt hat". Für Russland habe es Methode, dem Westen Verstöße vorzuwerfen, die das Land selbst begehe.

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Die US-Regierung warf Russland und China vor, Verschwörungstheorien über den Einsatz angeblicher US-Massenvernichtungswaffen zu verbreiten. "Der Kreml verbreitet absichtlich die Unwahrheit, dass die Vereinigten Staaten und die Ukraine chemische und biologische Waffen in der Ukraine einsetzen", erklärte der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price. China scheine die russische Propaganda weiterzuverbreiten, schrieb Psaki.

Zuvor hatten bereits die Vereinten Nationen erklärt, nichts über angeblich in der Ukraine produzierte Massenvernichtungswaffen zu wissen. UN-Sprecher Stephane Dujarric sagte in New York, der Weltgesundheitsorganisation seien "keine Aktivitäten der ukrainischen Regierung bekannt, die ihren internationalen Vertragsverpflichtungen widersprechen, einschließlich chemischer oder biologischer Waffen."

Quelle: ntv.de, lve/dpa/AFP

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