Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:51 Bericht: Iranische Drohne auf Zypern enthielt russische Technologie +++

08.03.2026, 22:00 Uhr
00:00 / 26:41

Bei einem Drohnenangriff auf die britische Luftwaffenbasis Akrotiri auf Zypern wurde offenbar russische Technologie eingesetzt. Laut einem Bericht der "Times" brachten britische Geheimdienste die Überreste der Kamikaze-Drohne in ein Labor - diese sollen ein russisches Kometa-B-Navigationssystem enthalten haben. Die Drohne sei von einer "iranisch ausgerichteten Gruppe" aus dem Libanon gestartet worden, erklärt der britische Generalstabschef Richard Knighton. US-Präsident Donald Trump relativierte zuletzt Berichte, nach denen Russland Iran beim Angriff auf US-Streitkräfte unterstütze.

+++ 20:51 Selenskyj mahnt Bewegung bei EU-Sanktionen und Hilfen an +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt auf Fortschritte bei der weiteren Unterstützung seines Landes durch die EU. Selenskyj beklagt, dass es weder beim 20. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland noch beim geplanten Hilfspaket über 90 Milliarden Euro Bewegung gebe. Obwohl Europa die Bedeutung der Unterstützung anerkenne, sei das Paket weiterhin blockiert. Die kommenden Tage und die nächste Woche wolle Kiew intensiv mit europäischen Partnern daran arbeiten, dass die nötigen Entscheidungen zum Schutz der Ukraine umgesetzt werden.

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Selenskyj betonte insbesondere den weiterhin bestehenden Bedarf an Luftabwehrraketen. (Foto: picture alliance / ANP)

+++ 20:08 Kiew meldet 930 russische Verluste binnen 24 Stunden +++

Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verlor Russland binnen 24 Stunden etwa 930 Soldaten. Insgesamt sollen seit Kriegsbeginn mehr als 1,27 Millionen russische Soldaten getötet oder verwundet worden sein. Zudem habe die Ukraine einen russischen Hubschrauber zerstört. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Unabhängige westliche Thinktanks bestätigen jedoch, dass die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen. Das Center for Strategic and International Studies (CSIS) schätzt das Verhältnis auf etwa 2,5:1 oder 2:1.

+++ 18:18 Ukraine entsendet kommende Woche Drohnenexperten in Golfregion +++

Ukrainische Drohnenexperten werden nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj ab kommender Woche im Nahen Osten sein, um die Golfstaaten beim Abfangen iranischer Drohnen zu unterstützen. "Sie werden sich die Situation anschauen und helfen", sagt Selenskyj in Kiew. "Wir hätten sehr gerne, dass das eine Chance für beide Seiten ist." Selenskyj hatte den US-Verbündeten in der Golfregion am Dienstag angeboten, im Tausch gegen Luftabwehrraketen ukrainische Abfangdrohnen zu liefern. Die Ukraine hat einen Mangel an teuren PAC-3-Raketen aus den USA für das Patriot-Luftabwehrsystem - und befürchtet eine Verschlimmerung der Engpässe, sollte sich der Iran-Krieg in die Länge ziehen.

+++ 17:25 Ukraine will gemeinsame Waffenproduktion mit den Niederlanden ausbauen +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten haben bei dessen Besuch in Kiew eine gemeinsame Waffenproduktion erörtert. "Es ist wichtig, dass wir gemeinsam mit den Niederlanden Waffen produzieren - und wir werden diese gemeinsame Arbeit mit Sicherheit fortsetzen und ausbauen", teilt Selenskyj auf X mit. Sie hätten zudem Investitionen und mögliche Produktionsmengen im Detail besprochen.

+++ 16:42 Ukraine: Russische Angriffe beschädigen Gasanlagen +++

Russland greift nach Angaben des staatlichen ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz seit zwei Tagen Gasförderanlagen in der zentralukrainischen Region Poltawa an. Eine Reihe kritischer Infrastruktureinrichtungen sei abgeschaltet worden, teilt das Unternehmen mit. "Schäden und Verluste wurden gemeldet", heißt es weiter. Die wichtigsten ukrainischen Gasfelder befinden sich in der Region Poltawa sowie im Nordosten des Landes in der an Russland grenzenden Region Charkiw.

+++ 16:08 Crewmitglied von Schiff russischer Schattenflotte in Schweden festgenommen +++

Nach der Beschlagnahmung eines zur russischen Schattenflotte gehörenden Frachtschiffs vor der schwedischen Küste wird ein Besatzungsmitglied festgenommen und an Land gebracht. Das Crewmitglied werde verdächtigt, gegen Schifffahrtsbestimmungen und Sicherheitsauflagen verstoßen zu haben, erklärt die schwedische Küstenwache. Zudem werde ihm die Nutzung gefälschter Urkunden vorgeworfen. Schwedische Polizisten waren am Freitag an Bord des Frachters "Caffa" gegangen, der auf dem Weg nach St. Petersburg war. Laut Küstenwache steht das Schiff auf einer Sanktionsliste und fuhr unter falscher Flagge Guineas. Die Behörden vermuten, dass der Frachter gestohlenes Getreide aus der Ukraine geladen hat.

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Die schwedische Küstenwache erklärte, die "Caffa" (r.) weise "zahlreiche Defizite" auf. Gegen Schiffe, die die Sicherheit in schwedischen Gewässern gefährdeten, werde vorgegangen. (Foto: picture alliance / TT NYHETSBYRÅN)

+++ 15:27 Selenskyj: Haben Russlands Frühjahrsoffensive durchkreuzt +++

Inmitten anhaltender russischer Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Städte verkündet Präsident Wolodymyr Selenskyj eine bedeutende militärische Erfolgsmeldung: Den ukrainischen Streitkräften ist es nach eigenen Angaben gelungen, im Süden des Landes innerhalb von etwa eineinhalb Monaten rund 400 bis 435 Quadratkilometer besetztes Territorium zurückzuerobern. Die Operationen hätten zugleich die russischen Planungen für eine Frühjahrsoffensive in dieser Region erheblich gestört.

+++ 14:46 Ukrainische Kulturministerin kritisiert Biennale-Entscheidung +++

Neben dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha kritisiert auch Kulturministerin Tetjana Bereschna die Entscheidung, Russland an der Biennale in Venedig teilnehmen zu lassen. In einer Erklärung ruft sie die Veranstalter auf, "ihre Entscheidung zu überdenken." Auch das litauische Außenministerium nennt den Schritt der Biennale "abscheulich". Die Veranstalter der alle zwei Jahre stattfindenden Kunstmesse hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass sie Russland in diesem Jahr die Beteiligung gestatten würden. Die Biennale sei eine "offene Institution", hieß es in einer Erklärung.

+++ 14:11 Ukrainischer Chefdiplomat fordert Verurteilung ungarischen "Banditentums" +++

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha fordert die europäischen Staaten auf, einen "beispiellosen Akt staatlichen Banditentums" durch Ungarn zu verurteilen. Auf X schreibt er: "Heute ist der dritte Tag, seit ungarische Behörden zwei ukrainische Geldtransporter, die aus Österreich kamen, überfallen und am helllichten Tag Geld und Edelmetalle gestohlen haben. Dieses Geld gehört nicht Ungarn oder seiner Regierung, sondern der ukrainischen Staatsbank Oschadbank und somit den ukrainischen Steuerzahlern." Sybiha drängt auf die sofortige Rückgabe des Geldes. "Ich appelliere an alle unsere europäischen Partner, sich ebenfalls zu Wort zu melden." Ungarn hatte am Donnerstag sieben Mitarbeiter der Oschadbank festgenommen, als diese Bargeld aus Österreich in die Ukraine transportierten. Am Freitag wurden sie wieder freigelassen und konnten in ihre Heimat zurückkehren. Das bei der Festnahme beschlagnahmte Bargeld und Gold behielt Ungarn jedoch ein. Nach Angaben der Bank geht es um Euro- und Dollarscheine mit einem Gesamtwert von umgerechnet rund 69 Millionen Euro sowie neun Goldbarren von je einem Kilo.

+++ 13:30 Antrittsbesuch in Kiew: Jetten spürt "das Leid, das Russland hier verursacht" +++

Bei seinem ersten Besuch in Kiew als niederländischer Premierminister hat Rob Jetten die Unterstützung seines Landes für die Ukraine betont. Gemeinsam mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj erinnerte Jetten an die gefallenen ukrainischen Soldaten: "Wenn man hier zwischen den zerstörten Gebäuden steht, spürt man deutlich das immense Leid und die Ungerechtigkeit, die Russland hier verursacht", sagte Jetten. "Die Niederlande unterstützen die Ukraine und den täglichen Kampf der Ukrainer gegen die russische Aggression weiterhin nachdrücklich. Sie kämpfen nicht nur für ihre eigene Freiheit, sondern auch für die Freiheit Europas."

+++ 13:00 Ukrainischer Rettungsdienst: Russen greifen gezielt Feuerwehrleute an +++

Russische Streitkräfte sollen in der Nacht gezielt Feuerwehrleute des staatlichen Rettungsdienstes der Ukraine angegriffen haben, während diese im Gebiet Charkiw im Einsatz waren. Wie der Rettungsdienst berichtet, griffen die russischen Kräfte ein Wohngebiet des Dorfes Velyka Babka im Bezirk Tschuhujiw mit Drohnen an. Infolge des Angriffs geriet demnach ein Haus in Brand, drei Zivilisten wurden verletzt. Als die Feuerwehrleute eintrafen, um das Feuer zu löschen, hätten die Russen das Feuerwehrauto absichtlich mit einer Drohne attackiert. Das Fahrzeug wurde vollständig zerstört, aber die Feuerwehrleute befanden sich den Angaben zufolge in einem Schutzraum und wurden nicht verletzt.

+++ 12:30 Frau stirbt bei ukrainischem Drohnenangriff in russisch besetztem Gebiet +++

Bei einem nächtlichen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Gebäude im russisch besetzten Teil der Region Saporischschja im Süden der Ukraine ist laut den von Russland eingesetzten Behörden eine Frau getötet worden. Mehrere weitere Menschen seien verletzt worden, sagte eine Behördenvertreterin im Bezirk Wassiliwka der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass. Auf einem im Internet veröffentlichten Video war zu sehen, wie Feuerwehrleute einen Brand löschten. In einem Dorf nahe der Stadt Charkiw in der Nordostukraine wurden derweil bei einem russischen Angriff nach Angaben von Rettungskräften in der Nacht zu Sonntag drei Menschen verletzt. Zunächst sei durch russische Drohnen ein Brand in einem Haus in Welika Babka ausgelöst worden, teilten die Rettungskräfte im Onlinedienst Telegram mit. Anschließend habe das russische Militär mit einer Drohne ein Feuerwehrfahrzeug ins Visier genommen, das zum Löschen des Brandes losgeschickt worden sei. Das Fahrzeug sei zerstört worden.

+++ 11:50 Kreml veröffentlicht Putin-Botschaft zum Frauentag versehentlich: "Mein Hals kratzt ein wenig" +++

Der Kreml hat versehentlich ein unbearbeitetes Video veröffentlicht, in dem Präsident Wladimir Putin russischen Frauen zum Internationalen Frauentag gratuliert. Wie die "Moscow Times" berichtet, hält Putin in dem Originalvideo plötzlich inne, während er seine Ansprache vorliest, wendet sich von der Kamera ab, räuspert sich und gestikuliert dabei in Richtung einer Person außerhalb des Bildausschnitts. "Wissen Sie, lassen Sie mich das noch einmal sagen, denn ... mein Hals kratzt ein wenig. Ja, ein wenig kratzt er. Ich hätte fast angefangen zu husten. Ich habe heute viel geredet", sagt Putin. Das Video wurde später gelöscht und durch eine bearbeitete Version ersetzt, die nun auf den offiziellen Social-Media-Konten des Kreml zu sehen ist.

+++ 11:20 Selenskyj: Russland hat uns in dieser Woche "tausendfach" angegriffen +++

Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hat Russland die Ukraine in dieser Woche mit fast 1750 Angriffsdrohnen, 1530 Gleitbomben und 39 Raketen angegriffen. "Unseren Kriegern gelingt es, die meisten Ziele zu neutralisieren", schrieb Selenskyj auf X. "Aber es ist mehr Schutz erforderlich, und zwar jeden Tag." Das Land brauche in erster Linie mehr Flugabwehrraketen, weshalb Beiträge und Lieferungen im Rahmen der PURL-Initiative von zentraler Bedeutung seien. Außerdem müssten die Sanktionen gegen Russland "und seine Komplizen" weiter verschärft werden. Dazu finden laut Selenskyj heute Verhandlungen mit den europäischen Partnern der Ukraine statt. PURL steht für einen Mechanismus, bei dem die USA Waffen an Nato-Verbündete verkaufen, die diese dann an die Ukraine weitergeben.

+++ 10:50 Ukraine: Zulassung russischer Künstler zur Biennale in Venedig "inakzeptabel" +++

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat die Rückkehr russischer Künstler zur Kunstbiennale in Venedig scharf kritisiert. "Die Biennale von Venedig ist eine der weltweit renommiertesten Kunstplattformen und darf nicht zu einer Bühne werden, auf der die Kriegsverbrechen, die Russland täglich gegen das ukrainische Volk und unser kulturelles Erbe begeht, beschönigt werden", wird Sybiha in einer Mitteilung des Außenministeriums in Kiew zitiert. Kurz nach dem russischen Überfall auf die Ukraine hätten die Organisatoren der Biennale die Aggression Russlands verurteilt. "Es ist für uns unverständlich, warum diese Haltung jetzt geändert wird, wo Russland sich weigert, den Krieg zu beenden, Friedensbemühungen und Dialog ablehnt und stattdessen weiterhin auf Terror und Gräueltaten setzt." In diesem Zusammenhang sei jede Zulassung russischer Vertreter zu internationalen Kunstveranstaltungen "inakzeptabel". Die Veranstalter in Venedig hatten in dieser Woche bestätigt, dass Russland in diesem Jahr zum ersten Mal seit 2021 wieder einen offiziellen Pavillon auf der Biennale stellen darf.

+++ 10:20 Russische Drohne trifft Fernverkehrszug in der Ukraine +++

In der Ukraine ist ein Zug mit bis zu 200 Passagieren offenbar von einer russischen Drohne getroffen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft des Bezirks Sumy wurde dabei niemand verletzt. Demnach war der Zug von der Hauptstadt Kiew in die Stadt Sumy im Nordosten der Ukraine unterwegs, als der Angriff stattfand. Erste Berichte deuteten darauf hin, dass die Lokomotive durch eine Drohne vom Typ Lancet beschädigt wurde, hieß es. Die Passagiere seien mit einer Ersatzlokomotive zum Endbahnhof gebracht worden. Zwischen Kiew und Sumy liegen mehr als 300 Kilometer.

+++ 09:50 Ukrainische Drohnen setzen Öllager in Krasnodar in Brand +++

Ein ukrainischer Drohnenangriff soll gestern am späten Abend einen Brand in einem Öllager in der russischen Region Krasnodar ausgelöst haben. Dies teilt die Notfallgruppe der Region mit. Laut "Kyiv Independent" haben sich die ukrainischen Behörden noch nicht zu dem Vorfall geäußert. Das russische Verteidigungsministerium gab demnach an, in der Nacht vier ukrainische Drohnen über Krasnodar-Krai abgeschossen zu haben. Der Brand im Öllager wurde auch von lokalen Telegram-Kanälen und Augenzeugenberichten bestätigt. Das Feuer soll in einer Lager- und Umschlaganlage der Southern Oil Company in der Stadt Armavir ausgebrochen sein. Anwohner berichteten laut der Zeitung, dass sie kurz vor Ausbruch des Feuers Explosionen gehört und Aktivitäten der Flugabwehr beobachtet hätten. Videos, die in den lokalen sozialen Medien kursierten, zeigten Flammen, die aus der Anlage aufstiegen. Die Region Krasnodar im Südwesten Russlands nahe dem Schwarzen Meer ist regelmäßig Ziel von Drohnenangriffen der ukrainischen Armee gegen russische Energie- und Militäranlagen.

+++ 09:15 Ukraine trifft Energieanlagen in russischer Großstadt mit Raketen +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht offenbar Energieanlagen in der russischen Großstadt Belgorod nahe der ukrainischen Grenze mit Raketen getroffen, wodurch es laut russischen Angaben zu Unterbrechungen der Strom-, Wasser- und Wärmeversorgung kam. Der Gouverneur des Gebiets Belgorod, Wjatscheslaw Gladkow, sprach auf Telegram von schweren Schäden, deren genaues Ausmaß aber erst bei Tageslicht eingeschätzt werden könne. Raketen sollen zwei Umspannwerke getroffen haben. Laut dem Gouverneur wurde niemand verletzt. Ein von russischen Kanälen veröffentlichtes Video zeigt den Stromausfall, Angriffe auf ein Umspannwerk in der Stadt und helle Blitze während der Explosionen. Belgorod wird von russischen Truppen sowohl als Aufmarschgebiet genutzt als auch zum Beschuss ukrainischen Territoriums. Daher ist die Region immer wieder Ziel von ukrainischen Gegenangriffen und eine der am schwersten zerstörten russischen Gebiete seit Kriegsbeginn. Insgesamt leben in Belgorod laut offiziellen Angaben gut 300.000 Menschen.

+++ 08:40 Drei tote Zivilisten bei russischen Angriffen in der Ukraine +++

Bei russischen Angriffen in den Gebieten Donezk, Charkiw und Cherson sind laut ukrainischen Angaben drei Zivilisten getötet und 22 weitere verletzt worden. Demnach ereigneten sich die Angriffe im Laufe des Samstags. Nach Angaben der Militärverwaltung in Cherson griffen die russischen Streitkräfte dort kritische Infrastruktur sowie Wohngebiete an und beschädigten dabei mehr als 20 Häuser.

+++ 08:00 Ukrainische Staatsbank drängt auf Rückgabe von in Ungarn festgehaltenem Vermögen +++

Die staatliche ukrainische Oschadbank kündigt rechtliche Schritte an, um Bankvermögen zurückzuerlangen, das nach der Festnahme ihrer Mitarbeiter und gepanzerten Fahrzeuge noch immer in Ungarn festgehalten wird. In einer auf Facebook veröffentlichten Erklärung schreibt die Bank, dass zwar die sieben von den ungarischen Behörden festgenommenen Mitarbeiter nach Hause zurückgekehrt seien, "die Fahrzeuge und Wertsachen jedoch weiterhin unrechtmäßig festgehalten werden". Unter dem beschlagnahmten Eigentum befänden sich "zwei Geldtransporter und Wertgegenstände im Wert von insgesamt 40 Millionen Dollar, 35 Millionen Euro und 9 Kilogramm Bankgold", hieß es. Ungarn hatte die sieben Mitarbeiter der Oschadbank am Donnerstag festgenommen, als diese Bargeld aus Österreich in die Ukraine transportierten. Am Freitag wurden sie wieder freigelassen und konnten in ihre Heimat zurückkehren. Hintergrund ist ein Streit um die Druschba-Pipeline, die nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden war. Ungarn und die Slowakei, die ebenfalls russisches Öl durch die Pipeline erhält, werfen Kiew vor, Reparaturen an der Leitung aus politischen Gründen zu verzögern.

+++ 07:30 Kiesewetter: Deutschland ist Teil eines System-Kriegs mit Russland +++

Der CDU-Verteidigungspolitiker Roderich Kiesewetter warnt davor, dass Russland in den nächsten zwei Jahren Nato-Länder in Europa angreifen könnte. Im Gespräch mit ntv.de sagt Kiesewetter, dass Deutschland sich bereits in einem systemischen Krieg mit Russland befinde: "Wir erleben eine Systemauseinandersetzung, die wir gar nicht so wahrnehmen. Wir sagen: Wir sind nicht im Krieg mit Russland. Auf der anderen Seite sagt aber Russland: Wir sind im Krieg mit der Nato, mit dem Westen. An seiner Seite stehen China, Nordkorea und der Iran, die die Welt in Einflusszonen aufteilen." Dagegen stünden die Staaten, die "noch westliche Werte wie Freiheit, Demokratie und Völkerrecht vertreten und an der regelbasierten Ordnung festhalten".

+++ 07:00 Bericht: Russland setzte bei Angriff auf Charkiw mit elf Toten eine neue Rakete ein +++

Bei dem tödlichen Angriff auf ein Wohnhaus in Charkiw mit elf Toten soll Russland einen neuen Raketentyp eingesetzt haben. Wie die "Kyiv Post" berichtet, deuten vorläufige Erkenntnisse der Staatsanwaltschaft der Region Charkiw darauf hin, dass die russischen Streitkräfte bei dem Angriff auf das Gebäude eine bislang weitgehend unbekannte Rakete namens Izdeliye 30 abfeuerten. Dem Bericht zufolge handelt es sich dabei um eine Langstrecken-Marschflugrakete, die kürzlich vom ukrainischen Militärgeheimdienst (HUR) als Teil des wachsenden Raketenarsenals Russlands identifiziert worden sei. Nach Einschätzung des HUR hat die Rakete eine Spannweite von etwa drei Metern, trägt einen Sprengkopf mit einem Gewicht von rund 800 Kilogramm und hat eine Reichweite von mindestens 1500 Kilometern, wodurch sie Ziele in der gesamten Ukraine erreichen könne. Den Angaben zufolge erreicht sie eine Geschwindigkeit von bis 720 Kilometern pro Stunde und fliegt auf einer tiefen Flughöhe von 200 bis 2000 Metern. Dadurch sollen solche Raketen gegnerischen Radaren und Flugabwehrsystemen entgehen. In der Nacht zu Samstag hatte laut Bericht eine Rakete dieses Typs beim Einschlag in ein Wohnhaus in Charkiw elf Menschen getötet. Unter den Toten waren nach Behördenangaben auch eine Lehrerin und ihr Sohn sowie eine weitere Frau und ihre 13 Jahre alte Tochter. 16 Menschen seien verletzt worden.

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Feuerwehrleute löschen das Feuer in den Ruinen eines Wohnhauses nach dem russischen Raketenangriff in Charkiw. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 06:15 Selenskyj kritisiert fehlende Fortschritte bei Ukraine-Hilfe der EU +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat der Europäischen Union vorgeworfen, dass sie keine Fortschritte beim 20. Sanktionspaket gegen Russland und beim 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die Ukraine erzielt habe. In einer Videobotschaft stellte Selenskyj auch einen Zusammenhang zum Iran-Krieg her: "Es gibt immer noch keine Fortschritte beim 20. Sanktionspaket der Europäischen Union gegen Russland wegen dieses Krieges. Auch beim 90-Milliarden-Euro-Hilfspaket für die Ukraine gibt es keine Bewegung, obwohl Europa anerkennt, dass es für uns lebenswichtig ist." Selenskyj erklärte, dass er seine Positionen zu diesen Themen am Samstag in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron abgestimmt habe. "Tatsächlich wird die gesamte kommende Woche der gemeinsamen Arbeit mit den Europäern gewidmet sein, um sicherzustellen, dass die zum Schutz der Ukraine erforderlichen Entscheidungen auch tatsächlich umgesetzt werden", sagte er. Die EU-Kommission hatte Anfang Februar ein 20. Sanktionspaket gegen Russland vorgeschlagen, das unter anderem ein "umfassendes Verbot maritimer Dienstleistungen" für Tanker mit russischem Rohöl an Bord vorsieht. Das Paket sollte rechtzeitig zum vierten Jahrestag des russischen Kriegsbeginns in der Ukraine verabschiedet werden, doch wegen der Blockade durch Ungarn gibt es weiterhin keine Einigung.

+++ 05:12 Raketenangriff auf Energieinfrastruktur in Belgorod +++

Die ukrainische Armee hat einen großangelegten Raketenangriff auf Belgorod durchgeführt, erklärt der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Anlagen der Energieinfrastruktur seien laut der russischen Nachrichtenagentur Tass dabei schwer beschädigt worden.

+++ 02:23 Russland meldet lebenslange Haft für 70 ukrainische Kämpfer +++

Russland meldet die lebenslange Verurteilung von über 70 ukrainischen Kämpfern, wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtet. Laut Alexander Bastrykin, Chef des russischen Ermittlungskomitees, werde ihnen die Tötung von Zivilisten vorgeworfen - eine Darstellung, die sich bisher nicht unabhängig verifizieren lässt.

+++ 01:14 Selenskyj: Habe Saudi-Arabien Hilfe bei Drohnen-Abwehr angeboten +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt, er habe mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman über die Lage im Iran und im Nahen Osten gesprochen. Dabei habe er sein Angebot bekräftigt, bei der Bekämpfung iranischer Drohnen zu helfen. Die Ukraine kämpfe seit Jahren gegen vom Iran entwickelte Drohnen des Typs Shahed. Jeder wisse, dass kein anderes Land der Welt über solche Erfahrungen damit verfüge wie die Ukraine, betonte er. "Wir sind bereit zu helfen und erwarten, dass auch unser Volk die notwendige Unterstützung erhält", sagt Selenskyj mit Blick auf den Krieg in der Ukraine.

+++ 23:25 Ölterminal in Südrussland nach Drohnenangriff in Brand +++

Nach einem Drohnenangriff ist örtlichen Behörden zufolge in einem Ölterminal in der südrussischen Region Krasnodar ein Feuer ausgebrochen. Die Einsatzzentrale der Region schreibt auf Telegram, 91 Feuerwehrleute würden den Brand in Armavir bekämpfen. Es gebe keine Verletzten.

+++ 22:06 Selenskyj tauscht sich mit saudischem Kronprinz aus +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich nach eigenen Angaben mit dem saudischen Kronprinz Mohammed bin Salman ausgetauscht. Es sei um die Situation im Nahen Osten gegangen, so Selenskyj in einem Beitrag auf X. In diesem unterstreicht er die ukrainischen Fähigkeiten bei der Bekämpfung iranischer Drohnen. "Wir sind bereit zu helfen und gehen davon aus, dass unsere Leute auch die Unterstützung erhalten werden, die sie benötigen", so Selenskyj.

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Quelle: ntv.de, lea/mau/dpa/rts/AFP

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