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Schulz-Vorsprung bröckelt Umfrage sieht SPD und Union gleichauf

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Die Bundestagswahl findet am 24. September 2017 statt.

picture alliance / Kappeler/Schi

Ein halbes Jahr vor der Bundestagswahl liefern sich SPD und Union ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Laut einer Umfrage von Infratest-Dimap holen die Sozialdemokraten die Union ein. Bei der Kanzlerfrage liegt Martin Schulz zwar weiter vorne, verliert aber kräftig.

In Deutschland herrscht laut einer Umfrage Wechselstimmung: Einer Befragung von Infratest-Dimap zufolge wünschen sich 44 Prozent der Bürger, dass die nächste Bundesregierung von der SPD geführt wird; nur jeder Dritte will weiterhin ein unionsgeführtes Kabinett. Das geht aus dem "Deutschlandtrend" der ARD hervor, der im Kanzlerduell auch weiter den Sozialdemokraten Martin Schulz vorne sieht.

Bei einer Direktwahl würden sich 45 Prozent für den neuen SPD-Vorsitzenden entscheiden. Trotz Einbußen liegt Schulz damit deutlich vor der CDU-Chefin Angela Merkel: Die Amtsinhaberin kommt nur auf 36 Prozent. Schulz schnitt damit im direkten Duell zwar neun Prozentpunkte besser ab als Merkel. Allerdings war er Anfang Februar noch auf 50 Prozent gekommen. Merkel konnte dagegen zwei Prozentpunkte gutmachen.

Bei der "Sonntagsfrage" liegen CDU/CSU und SPD mit jeweils 32 Prozent gleichauf. Die AfD würde derzeit auf 11 Prozent der Stimmen kommen und wäre damit vor Grünen (8), Linken (7) und FDP (6) die drittstärkste Partei im Bundestag. Zwei Wochen zuvor lag die Union ebenfalls bei 32 Prozent. Sie hatte jedoch noch einen Punkt Vorsprung auf die SPD.

Im Stern-RTL-Wahltrend liegt Merkel vorn

Allerdings kommen Umfragen zur Bundestagswahl zu unterschiedlichen Ergebnissen. Im Stern-RTL-Wahltrend vom Mittwoch etwa liegt Merkel deutlich vor Schulz: Hier würden sich 41 Prozent der Befragten bei einer Direktwahl für die CDU-Chefin entscheiden. Damit legte sie im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte zu. Schulz würden 33 Prozent wählen. Damit verlor er drei Punkte.

Bei der Sonntagsfrage kommt die Union auf 34 Prozent, die SPD auf 31 Prozent. Im Stern-RTL-Wahltrend liegt die Union somit vor der SPD – anders als in der Umfrage von Infratest-Dimap, bei der es einen Gleichstand gibt. Außerdem muss auch stets eine statistische Fehlertoleranz beachtet werden. Beim Stern-RTL-Wahltrend von Forsa liegt sie bei 2,5 Prozentpunkten. Hier wurden in der Zeit vom 13. bis 17. März 2504 Personen befragt.

Bei Infratest-Dimap liegt die Fehlertoleranz den Angaben zufolge zwischen 1,4 und 3,1 Punkten. Das Institut befragte vom 20. bis 22. März 1023 Menschen.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa/rts

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