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Stern-RTL-Wahltrend Union und SPD gleichen sich an

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So ganz perfekt klappt die Merkelraute bei Martin Schulz noch nicht.

AP

Man kann darüber streiten, ob es einen "Schulz-Effekt" gibt oder nicht. In der aktuellen Forsa-Umfrage liegen CDU/CSU und SPD nur zwei Prozentpunkte auseinander. Im Kanzlerduell führt aber Angela Merkel. Die AfD muss ihre Position als drittstärkste Kraft abgeben.

Im Saarland kam es etwas überraschend, dass die CDU am Ende so klar vor der SPD lag. Der von manchen erwartete Schulz-Effekt in dem kleinen Bundesland – es gab ihn nicht. Im aktuellen Stern-RTL-Wahltrend des Forsa-Meinungsforschungsinstituts sieht das anders aus. Zum Umfragezeitpunkt – wenige Tage nach der 100-Prozent-Wahl des neuen SPD-Vorsitzenden Martin Schulz – schrumpft der Abstand zwischen den beiden Volksparteien noch einmal leicht zugunsten der Sozialdemokraten. CDU/CSU kämen unverändert auf 34 Prozent, die SPD auf 32 Prozent.

Alle anderen Parteien verharren im einstelligen Bereich. Die AfD gibt in dieser Woche ihre Position als drittstärkste Partei ab und landet mit einem Verlust von 2 Prozentpunkten bei 7 Prozent Zustimmung. Damit liegt sie gleichauf mit den Grünen (Vorwoche ebenfalls 7 Prozent). Die Linke landet bei 8 Prozent (plus 1 Prozentpunkt), die FDP erreicht unverändert 6 Prozent.

Würde der Bundeskanzler in Deutschland direkt gewählt, würden sich weiterhin 41 Prozent der Befragten für Amtsinhaberin Angela Merkel entscheiden. Martin Schulz gewinnt einen Punkt hinzu und landet bei 34 Prozent. Dieser Wert kommt so zustande: Nicht nur 78 Prozent der SPD-Anhänger würden Schulz wählen, sondern auch 49 Prozent der Grünenwähler und 44 Prozent der Linken-Anhänger. Erstaunlich: Auch 25 Prozent der AfD-Wähler würden Schulz wählen, nur 13 von ihnen Merkel. Ein Viertel der Befragten würde weder Merkel noch Schulz zur Kanzlerin beziehungsweise zum Kanzler wählen.

Bei der Frage nach der politischen Kompetenz der beiden großen Parteien tut sich in dieser Woche nur wenig. 17 Prozent sehen die SPD am ehesten in der Lage, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden. 30 Prozent trauen das der CDU/CSU zu. Beide Parteien gewinnen damit einen Prozentpunkt. Gleichzeitig geben 44 Prozent an, keine Partei für kompetent zu halten, was einen leichten Rückgang um 2 Prozentpunkte bedeutet. Hier ist eher der Langzeitwert interessant: In der ersten Woche des Jahres fanden noch 51 Prozent, dass keine Partei mit den Problemen fertig werde.

In ihren Wirtschaftserwartungen bleiben sich die Umfrageteilnehmer weitgehend treu: 21 Prozent gehen davon aus, dass sich die Verhältnisse verbessern werden, 35 Prozent erwarten das Gegenteil. 41 Prozent gaben an, dass sich ihrer Meinung nach nichts verändern werde.

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Quelle: n-tv.de, nsc

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