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RTL/n-tv Trendbarometer Union verliert leicht - FDP gewinnt

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Kanzlerin Angela Merkel im Bundestag.

imago/Christian Thiel

Womöglich sind es die Auswirkungen der Bamf-Affäre, die nun erste Spuren hinterlassen: CDU und CSU verlieren in der aktuellen Forsa-Umfrage leicht, während die Freien Demokraten zulegen. Der AfD nutzt die Aufregung um den Behördenskandal allerdings nicht.

Die Bamf-Affäre könnte erste sichtbare Auswirkungen für die Unionsparteien haben: Laut dem aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer verlieren CDU und CSU einen Prozentpunkt in der Wählergunst und landen nun bei 33 Prozent, während die Umfragewerte der anderen Parteien mit Ausnahme der FDP stagnieren. Die Freien Demokraten gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und liegen jetzt bei neun Prozent. Neben der AfD hatte auch die FDP einen Antrag auf Einrichtung eines Untersuchungsausschusses in der Sache gestellt.

Bei der Kanzlerpräferenz liegt Amtsinhaberin Angela Merkel mit unveränderten 49 Prozent deutlich vor SPD-Chefin Andrea Nahles mit 14 Prozent. Scholz kann im Vergleich zur Vorwoche ein wenig punkten - und liegt mit 21 Prozent nun 23 Prozentpunkte hinter Merkel. Danach gefragt, welcher Partei die Bundesbürger am ehesten zutrauen, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden, nannten nur noch 26 Prozent die regierenden CDU oder CSU - ebenfalls ein Verlust von einem Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche.

Hingegen erreicht die Zahl derer, die keiner Partei die notwenige politische Kompetenz zur Lösung aktueller Probleme zutrauen, mit 55 Prozent erneut einen Höchststand. Zuletzt war die Unzufriedenheit vor drei Monaten im März 2018 so hoch gewesen. Auch die SPD schafft es in dieser Frage nicht, sich aus dem Dauertief (von sieben Prozent) herauszukämpfen. Laut der Forsa-Umfrage würden zudem weiterhin nur 18 Prozent der Bundesbürger den Sozialdemokraten ihre Stimme geben. Bei der Bundestagswahl im vergangenen September waren es noch 20,5 Prozent gewesen.

Bundesbürger sorgen sich um Zukunft

Die Zustimmung für die Grünen stagniert weiter bei starken zwölf Prozent (im Vergleich zu 8,9 Prozent bei der Bundestagswahl). Obwohl der AfD vorgeworfen wurde, den jüngsten Bamf-Skandal für die eigenen Zwecke zu instrumentalisieren, können sie in den Umfragen bisher keinen Nutzen daraus ziehen und liegt weiterhin bei 13 Prozent. Die Linke steht ebenfalls unverändert bei zehn Prozent.

Zunehmend zu schaffen macht den Bundesbürgern laut Forsa der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und der Europäischen Union. Waren die Befragten zu Jahresanfang 2018 wieder optimistischer im Hinblick auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland in den kommenden Jahren, hat sich dieser Trend zuletzt wieder umgekehrt. Die ökonomischen Erwartungen der Bundesbürger sind der Umfrage zufolge so pessimistisch wie in den letzten vier Jahren nicht mehr.

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Quelle: n-tv.de, jug

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