Politik

Überfälle im Westjordanland Vier Israelis getötet

Bei einem Feuerüberfall auf eine jüdische Siedlung im Westjordanland sind am späten Dienstagabend drei Oberschüler getötet worden. Der Attentäter wurde anschließend erschossen, wie Siedler und Rettungskräfte mitteilten. Der Angreifer war zuvor in die Siedlung Itamar nahe der Stadt Nablus eingedrungen und hatte um sich geschossen. Bei den toten Jugendlichen handelt es sich um Schüler einer jüdisch-orthodoxen Oberschule.

Bereits wenige Stunden zuvor wurde nahe der Siedlung Ofra im Westjordanland ein israelischer Autofahrer erschossen. Ein zweiter Israeli wurde verletzt. Für die Tat werden militante Palästinenser verantwortlich gemacht. Die israelische Armee drang am Abend in die Stadt Ramallah ein und umstellte das Haus eines von Israel gesuchten Hamas-Extremisten.

Am Dienstagmorgen waren Soldaten erneut unter anderem in die palästinensische Stadt Dschenin eingedrungen. Sie nahmen den örtlichen Führer der radikalen Hamas-Bewegung fest und zerstörten ein größeres Gebäude. Zudem haben sie einen Mann verhaftet, der einen Selbstmordanschlag vorbereitet haben soll. Ein 55-jähriger Palästinenser wurde auf der Straße von einer Granate getötet. Israels neue Aktion in Städten im Westjordanland folgte wenige Stunden auf einen neuen Selbstmordanschlag nahe Tel Aviv.

Westerwelle bei Arafat

Nach Ansicht von FDP-Chef Guido Westerwelle wird es im Nahen Osten keinen Frieden geben, solange die Palästinenser nicht den Terror beenden. Nach einem Besuch bei Arafat sagte er, Arafat habe ihm gegenüber das Attentat ausdrücklich verurteilt und erklärt, dass der Terror gegen Israel gegen die Interessen des palästinensischen Volkes verstoße. Westerwelle wird heute in Kairo erwartet, wo er vom ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak empfangen werden soll.

US-Präsident George W. Bush will ungeachtet der Zuspitzung des Konflikts weiterhin planmäßig hohe Vermittler in die Region schicken. In dieser Woche solle der Nahost-Abteilungsleiter des Außenministeriums, William Burns, reisen. CIA-Direktor George Tenet werde ebenfalls aufbrechen, sagte Bush am Rande des NATO-Gipfels in Rom.

Quelle: n-tv.de