Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Vorsprung von CDU/CSU schrumpft

Die CDU/CSU rutscht im RTL/ntv-Trendbarometer wieder unter 30 Prozent. Drei Koalitionen wären bei einer Bundestagswahl aktuell möglich. In der Kanzlerfrage verlieren sowohl Armin Laschet als auch Annalena Baerbock an Zustimmung.

In der Woche der Flutkatastrophe haben die Unionsparteien an Zustimmung eingebüßt. Im RTL/ntv-Trendbarometer verliert die CDU/CSU gegenüber der Vorwoche zwei Prozentpunkte und fällt wieder unter die 30-Prozent-Marke. SPD und AfD gewinnen jeweils einen Prozentpunkt. Die Union bleibt allerdings mit 28 Prozent weiterhin die stärkste politische Kraft, mit einem Vorsprung von 12 Prozentpunkten vor der SPD und 9 Prozentpunkten vor den Grünen. Die Werte für die Grünen, die FDP und die Linke verändern sich zur Vorwoche nicht.

Bei einer Bundestagswahl könnten die Parteien derzeit mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU 28 Prozent (Bundestagswahl 2017: 32,9 Prozent), SPD 16 Prozent (20,5), FDP 12 Prozent (10,7), Grüne 19 Prozent (8,9), Linke 7 Prozent (9,2), AfD 10 Prozent (12,6). 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 22 Prozent auch in dieser Woche etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8).

746 Abgeordnete würden bei einer jetzt bereits stattfindenden Bundestagswahl ins neue Parlament einziehen, das wären 37 mehr als bei der Bundestagswahl 2017. Die Mandatsverteilung: CDU/CSU 229, Grüne 153, SPD 129, FDP 97, Linke 57 und AfD 81 Sitze.

Die stärkste Mehrheit für eine Regierungsbildung hätte mit zusammen 455 Mandaten derzeit eine sogenannte "Deutschland-Koalition" aus CDU/CSU, SPD und FDP. Außerdem regierungsfähig wären Schwarz-Grün (zusammen 382 Mandate) sowie eine "Ampel"-Koalition aus Grünen, SPD und FDP mit zusammen 379 Abgeordneten. Die jetzt regierende sogenannte Große Koalition käme zusammen auf 358 Mandate und wäre damit abgewählt. Auch für ein grün-rot-rotes Linksbündnis (zusammen 339 Sitze) würde es nicht für eine Regierungsbildung reichen.

Jung gegen alt

Die Wahlabsichten der jungen und alten Generation unterscheiden sich stark. Bei den 18- bis 29-Jährigen sind die Grünen mit Abstand die stärkste Partei, bei den über 60-Jährigen liegt die Union mit Abstand vorn. Die 18- bis 29-Jährigen würden sich momentan bei einer Bundestagswahl wie folgt entscheiden: Grüne 36 Prozent, FDP 17 Prozent, CDU/CSU 16 Prozent, SPD 10 Prozent, Linke 6 Prozent, AfD 4 Prozent, Sonstige 11 Prozent. Bei den über 60-Jährigen könnten die Parteien derzeit mit folgendem Stimmenanteil rechnen: CDU/CSU 36 Prozent, SPD 19 Prozent, Grüne 14 Prozent, FDP 9 Prozent, Linke 8 Prozent, AfD 8 Prozent, Sonstige 6 Prozent.

Die einstigen Volksparteien Union und SPD kämen zusammen bei den über 60-Jährigen noch auf 55 Prozent der Stimmen. Von den 18- bis 29-Jährigen würden sich allerdings nur ein Viertel (26%) für eine der jetzigen Regierungsparteien entscheiden.

Nur Scholz bleibt stabil

Annalena Baerbock, die Kanzlerkandidatin der Grünen, und Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union, verlieren in der Kanzlerpräferenz gegenüber der Vorwoche jeweils zwei Prozentpunkte. Für den SPD-Kandidaten Olaf Scholz ändert sich nichts. Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit 23 Prozent für Laschet, 17 Prozent für Baerbock und 16 Prozent für Scholz entscheiden. 44 Prozent würden keinem der drei ihre Stimme geben.

Für keinen der drei entscheiden würden sich vor allem die Ostdeutschen (50 Prozent), die Hauptschulabsolventen (55 Prozent), die Arbeiter (50 Prozent), die Selbständigen sowie die Wahlberechtigten, die sich selbst der politischen Mitte zurechnen (51 Prozent).

Den geringsten Rückhalt bei den früheren Bundestags-Wählern seiner Partei hat Armin Laschet: Nur 39 Prozent der Unions-Wähler von 2017 würden sich heute für ihn als Kanzler entscheiden. Für Olaf Scholz würden 44 Prozent der SPD-Wähler von 2017 votieren, für Annalena Baerbock würden sich 56 Prozent der damaligen Grünen-Wähler entscheiden.

Quelle: ntv.de, rpe

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