Dossier

"Land des Donnerdrachens" Bhutan öffnet sich

Das Königreich Bhutan im östlichen Himalaya ist mit 46.500 Quadratkilometern kleiner als Niedersachsen. Wegen der oft heftigen Stürme wird Bhutan auch "Land des Donnerdrachens" genannt. Der Staat zwischen Indien, Nepal und Tibet hat nach UN-Angaben 672.000 Einwohner, andere Schätzungen liegen weit höher. In der Hauptstadt Thimphu sollen bis zu 100.000 Menschen leben.

Bhutan ist seit 1907 eine Monarchie. Zum Buddhismus tibetischer Prägung, der Staatsreligion, bekennen sich 70 Prozent. Hindus nepalesischer Abstammung leben vor allem im Süden. König Jigme Singye Wangchuck hat die Weichen für eine kontrollierte Modernisierung gestellt. Eine Verfassungsreform und die Oberhauswahlen Ende Dezember waren wichtige Schritte der Demokratisierung. Kronprinz Jigme Khesar Namgyel Wangchuck soll noch in diesem Jahr zum König gekrönt werden.

Die meisten Bhutanesen arbeiten in der Landwirtschaft. Gemessen am Pro-Kopf-Einkommen gehört Bhutan zwar zu den ärmeren Ländern der Welt, bittere Not herrscht jedoch nicht. Mit finanzieller Hilfe des wichtigsten Handelspartners Indien hat Bhutan mehrere Wasserkraftwerke errichtet. Vorsichtig hat sich das Drachenreich mit seinen malerischen Tälern, Fachwerkhäusern und rot-weißen Burgen in den vergangenen Jahren auch einem exklusiven Tourismus geöffnet.

Quelle: ntv.de

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