Dossier

Nach der Handball-WM Notizen zum DHB-Titel

Nach dem Gewinn des dritten WM-Titels wurde Heiner Brand trotz einer Beule am Kopf "eingekölscht", wurden zwei deutsche Spieler ins Allstar-Team gewählt – und trat "Blacky" zum zweiten Mal zurück, diesmal mit einem Titel.

+++ Brand "eingekölscht"

Bundestrainer Heiner Brand hat nach dem Gewinn der Weltmeisterschaft der deutschen Handballer von der Kölner Kultband De Höhner einen "kölschen Pass" erhalten. "Besondere Merkmale: Weltmeister 2007, Augenfarbe: strahlend, Größe: überragend" - das steht in dem Pass, den die Gruppe Ende 2006 erfunden und auch in einem Lied vertont hatte.

De Höhner hatten auch den offiziellen WM-Song "Wenn nicht jetzt, wann dann?" geschrieben. Bei der Siegesfeier nach dem Finalerfolg gegen Polen (29:24) im Kölner Rathaus mussten sie ihn immer wieder spielen - Trainer, Mannschaft und Fans sangen lautstark mit.


+++ Schwerer Pokal

Handball-Bundestrainer Heiner Brand hat sich eine kleine Beule am Kopf zugezogen, als er den WM-Pokal in die Höhe recken wollte. "Ich war wohl nicht mehr in der körperlichen Verfassung, die schwere Trophäe zu stemmen. Aber ich werde es überleben", meinte Brand bei der Siegesfeier des Weltmeisters im Kölner Rathaus.

Brands Spieler hatten mit dem 30 Kilogramm schweren Pokal weniger Probleme. Sie präsentierten ihn den Fans vor dem historischen Rathaus in der Domstadt über eine Stunde lang.


+++ Deutsche Allstars

Torhüter Henning Fritz und Spielmacher Michael Kraus sind bei der Handball-WM in das Allstar-Team gewählt worden. "Das ist für mich wie im Märchen", erklärte Fritz nach der Auszeichnung. Außerdem im Team: Der Russe Eduard Kokscharow (Linksaußen), der Däne Michael Knudsen (Kreis), der Pole Mariusz Jurasik (Rechtsaußen), der Franzose Nikola Karabatic (linker Rückraum) und der Pole Marcin Lijewski (rechter Rückraum).

Kurios: Nicht ins Allstar-Team, aber als bester Spieler der WM wurde in einer gesonderten Wertung der Kroate Ivano Balic geehrt. Der Spielmacher erhielt diese Auszeichnung bereits zum sechsten Mal in Folge bei einem großen Turnier.

+++ "Blacky" tritt erneut zurück

Kreisläufer Christian Schwarzer hat seine Länderspiel-Karriere nach dem kurzen Comeback bei der Handball-WM zum zweiten Mal nach 2004 beendet. "Das ist ein absoluter Traum. Aber das war mein letztes Spiel", erklärte der 37-jährige Lemgoer nach dem Finale. Schwarzer war wegen der Wadenverletzung von Andrej Klimovets (Kronau) vor dem abschließenden Vorrundenspiel gegen Polen (25:27) nachnominiert worden. Insgesamt bestritt Schwarzer 310 Spiele für das DHB-Team und ist damit Rekord-Nationalspieler.

+++ Handballer sorgen für TV-Rekord

Die deutschen Handball-Weltmeister haben für einen neuen TV-Rekord gesorgt. Den Finalsieg am Sonntagnachmittag gegen Polen (29:24) verfolgten durchschnittlich 16,17 Millionen Zuschauer in der ARD. Das entsprach einem Marktanteil von 58,3 Prozent. Das ist die höchste jemals gemessene Quote für ein im Fernsehen live übertragenes Handballspiel.

Schon die Vorberichterstattung aus der Kölnarena mit Moderator Gerhard Delling und Experte Stefan Kretzschmar verfolgten 12,91 Millionen Menschen. Für den bisherigen Bestwert hatte der Halbfinal-Krimi gegen Frankreich drei Tage zuvor mit im Schnitt 10,64 Millionen und in der Spitze 15,34 Millionen Zuschauern gesorgt.

Quelle: n-tv.de