Politik

Frankreich wählt ... ... ein neues Parlament

Fünf Wochen nach der Präsidentenwahl werden die Franzosen am Sonntag erneut an die Wahlurnen gerufen, um ein neues Parlament zu wählen. Alle Umfragen signalisieren, dass die rot-grüne Regierung in Paris nach fünf Jahren abgelöst wird.

Eine am Freitag veröffentlichte Umfrage der Zeitung "Le Parisien" ergab eine bürgerliche Mehrheit von bis zu 410 der 577 Abgeordneten. Die Linke käme danach auf bis zu 196 Sitze und die Nationale Front Le Pens auf höchstens vier.

Zu der ersten und zweiten Runde der Parlamentswahl an diesem bzw. am nächsten Sonntag sind 41 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen. Um die 577 Mandate bewirbt sich eine Rekordzahl von 8400 Kandidaten. Beim ersten Wahlgang ist für die Eroberung eines Sitzes die absolute Mehrheit, beim zweiten Wahlgang die einfache Mehrheit erforderlich.

Vor Wahl herrscht bei den politischen Parteien Frankreichs Sorge über eine mögliche Wahlmüdigkeit der Franzosen. Politiker und Medien hatten in den vergangenen Wochen wiederholt beklagt, dass die Mobilisierung der Wähler bei den Präsidentenwahlen Ende April und Anfang Mai, die Amtsinhaber Jacques Chirac gegen den Rechtspopulisten Jean-Marie Le Pen gewann, offensichtlich verpufft sei.

Chirac hatte nach seinem Wahlsieg am 5. Mai den rechtsliberalen Jean-Pierre Raffarin als Übergangs-Premierminister eingesetzt. Der Präsident warb für eine bürgerliche Mehrheit, um nicht - wie in den letzten fünf Jahren - mit einer linken Regierung in "Kohabitation" zusammenarbeiten zu müssen.

Quelle: ntv.de

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