Ratgeber

Ärger um Firmenwagen Was gehört ins Fahrtenbuch?

Wer ein geschäftlich genutztes Fahrzeug steuerlich geltend machen will, der kann das über ein Fahrtenbuch machen. Doch was genau muss da eigentlich drinstehen? Der Bundesfinanzhof schafft jetzt Klarheit.

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Die Ein-Prozent-Regelung ist einfacher, steuerlich aber oft ungünstiger als das Fahrtenbuch.

(Foto: pauline, pixelio.de)

Ein aus steuerlichen Gründen geführtes Fahrtenbuch muss präzise Angaben enthalten. Der Bundesfinanzhof (BFH) hat nun konkretisiert, welche Daten der Fahrer aufschreiben muss: Neben Datum und Ziel der jeweiligen Fahrten müssen grundsätzlich auch der genaue Ausgangs- und Endpunkt notiert werden. Es reicht demnach nicht, einfach nur Straßennamen anzugeben, auch wenn die Angaben nachträglich präzisiert werden.

Die Klägerin, eine GmbH, hatte einem Geschäftsführer einen Dienstwagen überlassen. Bei der Lohnsteueranmeldung sollte der geldwerte Vorteil nicht nach der Ein-Prozent-Regelung versteuert werden, sondern individuell auf der Grundlage von Fahrtenbüchern. Allerdings hatte es der Mitarbeiter mit der Fahrtenbuchpflege nicht so genau genommen:  Neben dem Datum enthielten die Bücher meist nur Ortsangaben wie Straßennamen ohne Hausnummern, außerdem den Kilometerstand und die gefahrenen Tageskilometer. Namen von Kunden oder Angaben zum Zweck der Fahrt hatte der Mann allerdings nur gelegentlich eingetragen. Diese Daten ergänzte die GmbH erst nachträglich im Einspruchsverfahren durch eine Tabelle auf Grundlage eines handschriftlich geführten Tageskalenders.

Das reichte dem Finanzamt aber nicht aus und es setzte bei der Steuerberechnung die Ein-Prozent-Regel an. Die Firma klagte vorm Finanzgericht, zunächst erfolgreich. In der Revision vorm Bundesfinanzhof setzte sich nun aber das Finanzamt durch. Die essentiellen Angaben müssten direkt ins Fahrtenbuch eingetragen werden, ansonsten seien weder Vollständigkeit noch Richtigkeit gewährleistet, so die Richter. Im Streitfall reiche es deshalb nicht, fehlende Eintragungen einfach durch eine nachträglich erstellte Auflistung nachzureichen.

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Quelle: ntv.de, ino

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