Ratgeber
Dienstag, 18. Mai 2010

Nach Arbeitsunfall: Behindertenfahrzeug statt Rente

Das behindertengerechte Auto wird bezuschusst.
Das behindertengerechte Auto wird bezuschusst.(Foto: Maria Lanznaster, pixelio.de)

Wird ein Beschäftigter durch einen Arbeitsunfall zum Schwerbehinderten, hat er nicht unbedingt Anspruch auf eine Rente. Vielmehr gibt es die Möglichkeit von Zuschüssen etwa für ein behindertengerechtes Auto, damit er einen Arbeitsplatz erreichen kann. Rehabilitation sei wichtiger als Rente, befanden die Richter des hessischen Landessozialgerichts. Revision ist zugelassen. (Az: L 5 R 28/09).

Geklagt hatte ein Elektroinstallateur, der nach einem Arbeitsunfall gehbehindert war.  Der Mann hatte auf verminderte Erwerbsfähigkeit geklagt, weil er nicht weit laufen und keine öffentlichen Verkehrsmittel benutzen konnte. Gutachter meinten aber, der 54-Jährige könne eine andere, leichtere Tätigkeit ausüben. Da die Rentenversicherung für Bewerbungsgespräche die Übernahme der Taxikosten und auch Zuschüsse für ein späteres behindertengerechtes Auto zusicherte, bestehe kein Anspruch auf Rente, meinten die Richter. Sollte kein Arbeitsplatz gefunden werden, komme Arbeitslosengeld oder Hartz IV infrage.

Quelle: n-tv.de