Geschenk für Hobby-KnipserDie besten Kompaktkameras
Bei Foto-Laien geht es schnell zu: Einschalten, anvisieren, auslösen, fertig. Und weil es so einfach geht, sind kompakte Digitalkameras vor Weihnachten wieder ein Verkaufsschlager.
Woran erkennt man den ambitionierten Fotografen? Klar, an seiner mächtigen Spiegelreflexkamera. Doch auch Freunde der kleinen Kompaktkamera sind nicht zum Dilettantismus verurteilt. Laut Stiftung Warentest stehen viele Kompaktmodelle Spiegelreflexkameras in ihrer Bildqualität kaum nach.
Mit Hilfe von Hobbyfotografin Silke Jentsch und dem Profi Kay Zimmermann von der Berliner Foto- und Werbeagentur Creativ Media Cooperate testeten wir drei der beliebtesten Digitalkameras: Die Cyber-Shot DSC-T9 von Sony, die Coolpix P5100 von Nikon und die Ixus 70 von Canon.
Einfache Handhabung überzeugt
"Ich persönlich finde die Canon sehr gut. Die ist sehr klein, was ich bei Schnappschüssen ziemlich praktisch finde", beschreibt Silke Jentsch ihren ersten Eindruck. "Die andere würde ich immer in der Tasche suchen. Und die Nikon ist schön, ist aber für Schnappschüsse nicht so richtig geeignet." Denn die Nicon braucht immerhin eine ganze Sekunde, bis sie auslöst. Die anderen beiden Kameras sind deutlich schneller.
Noch genauer schaut der professionelle Fotograf hin. Im Studiolicht arbeitet sich Kay Zimmermann durch die Menüs und zwar überraschend schnell. "Alle drei Kameras haben einfache Menüs, so dass man ruck-zuck zu den wichtigsten Punkte kommt", lobt Kay Zimmermann. "Man kann direkt wählen, ob man eine Makro-Aufnahme, ein Porträt oder ein Landschaftsfoto machen möchte." Außerdem lasse sich der Blitz sofort ausschalten. Er selbst komme mit der Menüführung der Canon am besten zurecht.
Kompaktkameras sind ideal für Fotolaien wie Silke Jentsch. Doch auch, wenn der eine oder die andere vielleicht nicht ganz so viel vom Fotografieren versteht, sollte am Ende die Bildqualität stimmen.
Überraschend gute Bildqualität
Deshalb schaut sich der Profi die Pixelzahl genau an: Das Modell von Sony geht mit sechs Millionen Bildpunkten ins Rennen; die Kamera von Canon hat 7,1 Millionen Pixel, die von Nikon stolze 12 Millionen Pixel.
"Sony ist damit natürlich ein bisschen schlechter als die anderem beiden Kameras", stellt Kay Zimmermann fest. Aber beim Bildvergleich erlebt er auch eine Überraschung: "Erstaunlicherweise stellt Canon eine ganz schöne Konkurrenz zu Nikon dar", bilanziert er. "Die Kamera bietet eine sehr gute Bildqualität. Man kann gut erkennen, dass Schärfe, Brillanz und Auflösung beider Modelle fast gleichwertig sind." Nikon sei aber ein bisschen besser.
Dafür kostet sie auch mehr, nämlich 350 Euro etwas weniger allerdings noch als das Modell von Sony für rund 400 Euro. Ein Schnäppchen ist dagegen die Canon für rund 200 Euro. Das kommt gut an nicht nur bei Silke Jentsch, sondern auch bei der Stiftung Warentest, die der IXUS 70 das Qualitätssiegel "gut" verliehen hat.
"Ich würde mich für die Canon entscheiden", so Silke Jentsch. "Zum einen ist das Design sehr schön, zum anderen ist sie gut zu handhaben." Die Menüführung sei einfach, die Bildauflösung sehr gut. "Sie macht sehr scharfe Fotos und hat einen guten Preis."
Kay Zimmermann gefällt sowohl die Canon-Kamera als auch das Modell von Sony: "Aber man darf sich hier nicht in die Irre führen lassen. Eine Spiegelreflexkamera mit 12 Millionen Bildpunkten macht immer noch bessere Bilder." Ihm persönlich habe die Canon am besten gefallen, weil sie am handlichsten sei.
Auf seine Spiegelreflexkamera will der der Profi im Berufsleben - trotz der für gut befundenen Kompakt-Konkurrenz aber nicht verzichten.