Ratgeber

FestplattenrekorderDie besten sind teuer

25.09.2007, 12:23 Uhr

Technikpioniere warfen ihre Videorekorder schon vor fünf Jahren auf den Müll und stellten sich einen Festplattenrekorder neben den Flachbildfernseher. Bequemes Aufnehmen, beste Bildqualität, Werbung einfach raus schneiden - da kann der gute alte Videorekorder nicht mithalten.

Fast alle großen Elektronikhersteller haben sie mittlerweile im Programm und auch auf den großen Messen stehen sie im Fokus: DVD-Festplattenrekorder. Bequemes Aufnehmen, beste Bildqualität, Werbung einfach raus schneiden - da kann der gute alte Videorekorder nicht mithalten. Wer sich technisch auf den neuesten Stand bringen will, sollte beim Kauf ein paar Dinge beachten:

Nummer 1: Die Festplatte

Der Rekorder zeichnet auf eine integrierte Festplatte auf. Je größer diese ist, desto mehr Filme können gespeichert werden. Sollen Filme von der Festplatte auf DVD gebrannt werden, kann es bei manchen Geräten allerdings Probleme mit der Umrechnung der Bildqualität geben. "Das ist ein Unterschied, der sich bemerkbar macht". Meint Peter Knaak, der für die Stiftung Warentest Festplattenrekorder getestet hat. Zur Orientierung: Eine 160 GB-Standardfestplatte speichert ca. 16 Stunden Material in bester Qualität, in schlechtester Qualität sind bis zu 300 Stunden möglich.

Nummer 2: Ein integrierter digitaler Tuner

Er sorgt nicht nur für weniger Geräte im Wohnzimmer sondern auch für bessere Bildqualität. Peter Knaak erläutert, worauf es ankommt: "Die beste Qualität erreicht man dann, wenn der Digital-Tuner direkt in den Festplattenrekorder eingebaut ist. Dann wird digital empfangen und gleich digital aufgezeichnet, ohne zwischendurch noch einmal qualitätsmindernd umzurechnen."

DVBT-Tuner sind dabei der Standard. Aber auch Käufer, die ihr TV-Signal über Satelliten empfangen, können jetzt vom integrierten Tuner profitieren. Im Oktober bringt Panasonic den ersten DVD- Recorder mit eingebautem digitalen Satelliten- Tuner auf den Markt.

Nummer 3: Die digitale Schnittstelle HDMI

Über sie werden die abgespielten Filme digital an den Fernseher übertragen. Ergebnis: Ein deutlich besseres Bild als mit dem herkömmlichen Scart-Kabel.

Wer sparen will, sollte sich außerdem über den Stromverbrauch informieren. Jedes Gerät frisst im Standby-Modus Stro, allerdings in sehr unterschiedlicher Menge, hat Knaak festgestellt: "Manche Geräte im Test brauchen unter ein Watt und laden in der Standby-Zeit auch die elektronische Programmzeitung. Andere brauchen dafür fünf Watt, das macht sich auf der Stromrechnung schon bemerkbar." Einige Modelle im Test fielen durch einen Stromverbrauch von bis zu 15 Watt im Standby-Betrieb auf - unzumutbar, findet Knaak.

Nummer 4: Die Bedienungsfreundlichkeit

Wer schon bei der Programmierung des Videorekorders Schwierigkeiten hatte, sollte hier besonders hinsehen. Am besten prüft man die Bedienung selbst beim Händler vor Ort, rät Knaak: "Gerade wenn ich viel Werbung herausschneiden möchte, sollte ich einfach mal probieren, selbst die Schnittmarken zu setzen und dann zu löschen. Da unterscheiden sich die Geräte deutlich."

Die Sieger

Gut, dass andere beim Vergleichen schon Vorarbeit geleistet haben. Peter Knaak und seine Kollegen haben 12 Festplattenrekorder getestet und klare Sieger gefunden. An der Spitze stehen zwei Panasonic- Modelle. Besonders die Bildqualität hat es den Warentestern angetan. Ein "sehr gut" gab es auch für die einfache Handhabung. Doch Qualität hat ihren Preis: Rund 500 Euro muss man für ein Panasonic-Gerät hinlegen. Das geht auch billiger: Ein Gerät von LG kostete 256 EUR und wurde insgesamt mit „gut bewertet.