Ratgeber

Viele Geräte sind zu laut Ein DDR-Handmixer überzeugt immer noch

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Alle Handmixer im Test rühren und kneten Teig ordnungsgemäß.

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Wer gerne bäckt, braucht natürlich auch einen ordentlichen Handmixer. Welche Geräte sich hier lohnen, hat Stiftung Warentest herausgefunden: 6 von 17 Mixern sind empfehlenswert - darunter befindet sich auch ein 40 Jahre altes Kultgerät aus DDR-Zeiten.

Egal, ob beim Schlagen von Eiern und Sahne oder beim Verkneten von Teig: In der Backstube vereinfacht ein guter Handmixer das Arbeiten immens. Doch welche sind wirklich gut? Die Tester von Stiftung Warentest haben 17 Mixer in den Preisklassen von 15 bis 90 Euro genauer unter die Lupe genommen. Nur sechs Geräte konnten im Test wirklich überzeugen, davon zwei mit Pürieraufsatz. Überraschend: Ein DDR-Handmixer erwies sich ebenso als empfehlenswert - und das nach bereits 40 Jahren Marktpräsenz.

Welche Handmixer sind geeignet?

Zunächst die gute Nachricht: Alle Handmixer rühren und kneten Teig (Rühr- und Hefeteig) ordnungsgemäß. Auch beim Schlagen von Eischnee oder Sahne haben sie keine Probleme. Einzig das Zubereiten von Mayonnaise gelingt vielen Geräten nur unzureichend. Obwohl alle Mixer als zu laut eingestuft werden, gab es doch einige Testsieger.

Am besten hat dabei der Clever Mixx von Bosch abgeschnitten (Note 2,0). Er kostet nur 38 Euro. Der Mixer schlug die Sahne nicht über den Rand der Schüssel hinaus. Ein bisschen lauter und spritzfreudiger ist der 3Mix 7000 von Krups für 57 Euro. Dennoch konnte er im Test die Note "gut" (2,2) einheimsen. Wer sich für einen Mixer mit Pürierstabaufsatz entscheidet, kann ebenso auf die beiden Marken setzen.

Eine erfreulich gute Figur machte auch der knallorangefarbene DDR-Kultmixer RG28. Die Versionen der Baujahre 1979 und 1980 machten einen guten Job beim Verrühren, Pürieren und Verkneten. Zudem ist die Lärmbelastung akzeptabel und man muss kein übermäßiges Spritzen befürchten. Weiterhin überzeugte auch die ausführliche Gebrauchsanweisung mit vielen Backrezepten. Eine Note hat der DDR-Handmixer aber nicht bekommen.

Viele Geräte sind zu laut

Wer sich für ein billiges Gerät entscheidet, muss mit einer erhöhten Lärmbelastung rechnen: Die Geräte von HM 350 GB Bomann (Note 3,5) und HM 3014 Clatronic (Note 3,5) empfanden die Tester als viel zu laut. Zudem litt auch die Qualität des Teiges im Test, denn die Mixer zerteilten ihn in unzählige Mini-Kugeln, anstatt ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzeugen. Auch der Russell Hobbs macht im Punkt Lärmbelastung keine gute Figur.

Insgesamt bewerten die Experten alle Mixer als zu laut - auch den Testsieger, der zwar am leisesten arbeitet, aber auf höchster Stufe immer noch so viel Lärm erzeugt wie eine schleudernde Waschmaschine. Ein Gerät von Grundig enttäuschte die Tester vor allem beim Rühren von Hefeteig, denn der Mixer gab kurzerhand schon von Beginn an den Geist auf. Deswegen erhielt er auch die Note "mangelhaft" (4,8).

Wer nicht möchte, dass die Küche nach dem Backen einem Schlachtfeld gleicht, sollte die Finger von Kitchenaid (Note 2,7), Russell Hobbs (Note 3,1) und Koenic (Note 3,8) lassen. Hier verlassen Teig und Co. beim Arbeiten schnell mal die Schüssel. Bei Russel Hobbs machen die Tester dabei beispielsweise den Plastik-Rührbesen für die Sauerei verantwortlich. Geräte mit Pürierstab schneiden in diesem Punkt übrigens nicht unbedingt besser ab, denn Bosch und Tefal enttäuschen ebenso.

Ein weiterer Kritikpunkt der Experten sind zu kurze Rührbesen bei manchen Geräten. Denn dann muss man die Schüssel beim Mixen schräg halten, was die Spritzgefahr natürlich enorm erhöht. Dazu gehören unter anderem der Mixer Kult X von WMF (Note 2,5) und das Gerät von Bomann.

Quelle: ntv.de, imi