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Solar, Holzpellets und Wärmepumpen Es gibt wieder Geld vom Staat

Wer sich Pelletheizungen, Wärmepumpen oder Solaranlagen von Vater Staat sponsern lassen möchte, kann jetzt wieder loslegen. Nach gut drei Monaten Haushaltssperre gibt es wieder Fördergelder. Hier die Einzelheiten.

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Solaranlagen, die nur der Wassererwärmung dienen, werden nicht mehr gefördert.

(Foto: picture alliance / dpa)

Gute Nachrichten für sanierungswillige Hausbesitzer: Nachdem die Haushaltssperre aufgehoben wurde, sind nun auch wieder Fördermittel aus dem Marktanreizprogramm (MAP) zu haben. Wer seine alte Heizung durch neue Technik ersetzt, darf mit staatlicher Unterstützung rechnen. Seit dem 12. Juli nimmt das Bundesamt für Ausfuhrkontrolle (BAFA) neue Anträge entgegen. Anträge, die vor der Haushaltssperre eingegangen sind und seitdem auf Eis lagen, werden nun bearbeitet. Für sie gelten auch noch die alten, etwas großzügigeren, Förderrichtlinien. Die Wichtigste: Für Anlagen, die in Neubauten errichtet werden, gibt es keine Zuschüsse mehr. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat zusammengetragen, was man sonst noch wissen muss:

Solaranlagen

Eine thermische Solaranlage mit acht Quadratmeter Kollektorfläche, die Energie für die Heizung und Trinkwarmwasser liefert, wird vom Staat mit 720 Euro gefördert. Solaranlagen zur reinen Trinkwarmwasserversorgung fallen zukünftig aus der Förderung heraus. Noch sind Solaranlagen nicht leistungsfähig genug, um Gebäude ganz allein mit Energie zu versorgen. Deshalb werden effiziente Anlagenkombinationen extra gefördert. Wer seinen alten Kessel beispielsweise durch ein neues Brennwertgerät ersetzt, bekommt bis Ende des Jahres einen Bonus von 400 Euro. Hausbesitzer, die zusätzlich zur Solaranlage eine förderfähige Pelletheizung oder Wärmepumpe als Heizsystem installieren, erhalten einen weiteren Bonus von 500 Euro. Eine Solarthermieanlage liefert in den warmen Monaten meist genug Energie, um den Trinkwarmwasserbedarf eines Hauses zu decken. Der Heizkessel kann dann ausgeschaltet werden.

Holzheizungen

Den Einbau eines neuen Holzpelletkessels mit Pufferspeicher unterstützt der Staat mit mindestens 2.500 Euro. Moderne Holzpelletheizungen funktionieren genauso komfortabel und verlässlich wie konventionelle Heizsysteme. Allerdings brauchen die Pellets Platz. In kleinen Reihenhäusern kann der Nachschub beispielsweise unter Treppenbauten gelagert werden. Preislich sind die Pellets eine echte Alternative zu Öl und Gas, zumindest im Moment. In den letzten Jahren lagen die Energiekosten konstant niedriger als die von fossilen Rohstoffen. Besonders emissionsarme und effiziente Holzpelletkessel sind mit dem Blauen Engel gekennzeichnet.

Wärmepumpen

Bei der Förderung der Wärmepumpe kommt es auf die verwendete Technik an. Für eine Erdwärmepumpe im Einfamilienhaus gibt es bis zu 2.400 Euro. Beim Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe reduziert sich der Zuschuss auf höchstens 1.200 Euro. Eine Wärmepumpe nutzt die Umgebungswärme des Erdreichs, von Luft oder von Wasser als Wärmequelle. Am effizientesten sind Erdwärmepumpen, da das Erdreich im Gegensatz zur Außenluft auch im kalten Winter relativ konstante Temperaturen aufweist. Wärmepumpen lohnen sich allerdings nur in gut gedämmten Häusern.

 

 

Quelle: n-tv.de, ino

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