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Kurzurlaubsziele im Test Freizeitparks in Deutschland

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Wer kreischen will, muss warten können.

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Sie stürzen sich mit Achterbahnen in die Tiefe, lassen sich beim Rafting auf künstlichem Wildwasser nass spritzen oder lassen sich von mehr oder weniger spektakulären Shows in verschiedenen Themenwelten beeindrucken: Rund 50 Millionen Besucher verlustieren sich Jahr für Jahr in den über 100 Freizeitparks in Deutschland.

Deren Betreiber werben mit immer aufregenderen Attraktionen. Doch lohnt sich die Anfahrt wirklich? n-tv wollte es wissen und hat das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) beauftragt, Fahrgeschäfte, Shows und Service der zehn größten Vergnügungsparks zu testen. Fünf Besuche statteten die Tester jedem Park ab und bewerteten unter anderem Wartezeiten, Angebote, Sauberkeit und Personal. Außerdem beurteilten Experten und Nutzer den Internetauftritt der Parks.

Erst das Warten, dann das Vergnügen

Ein Besuch im Freizeitpark ist nicht ganz billig: Erwachsene zahlen oft über 30 Euro. Dafür kann man auch einiges erwarten. 80 Prozent der Besucher bewerteten das Angebotsspektrum für die unterschiedlichen Zielgruppen positiv. Mit spektakulären Fahrgeschäften und Shows überzeugte mit deutlichem Abstand der Europa-Park – wenn nur die Wartezeiten nicht so lang wären. Vor der neuen Super-Achterbahn "Blue Fire" mussten die Tester bis zu 73 Minuten Schlange stehen. Und der "Fluch des Novgorod" im Hansa-Park beginnt schon vor dem Einstieg, wenn man sich gut 67 Minuten die Beine in den Bauch steht.

Doch Freizeitparks bieten mehr als nur Achterbahnen. So erhielt der Hansa-Park die höchsten Bewertungen für die Mitmachaktivitäten. Wer gerne Tiere anschaut, ist im Serengeti-Park gut aufgehoben, muss sich dort aber mit mittelmäßigem Service begnügen. Insbesondere die Sauberkeit ließ zu Wünschen übrig. Auch vielen anderen Parks hätten sich die Tester etwas mehr Hygiene gewünscht. Mängel gab es vor allem auf den Toiletten (40 Prozent) und in der Gastronomie (30 Prozent). "Anlass zu Kritik gaben auch die mangelnde Motivation des Personals, die Orientierungsmöglichkeiten in den Parks und die Sicherheit auf den Parkplätzen", sagt DISQ-Geschäftsführerin Bianca Möller.  Positiv herauszustellen ist, dass neun von zehn getesteten Freizeitparks die Möglichkeit der Online-Ticketbestellung anboten, die die Wartezeit an der Kasse deutlich verkürzte.

Fazit

Insgesamt schnitt der Europa-Park im badischen Rust am besten ab. Der besucherstärkste saisonale Freizeitpark der Welt überzeugte die Tester durch die große Anzahl an verschiedenen Fahrgeschäften, gastronomischen Angeboten und Attraktionen für alle Altersklassen. Auch hoch im Norden kann man sich gut amüsieren: Der Hansa-Park an der Ostsee punktete mit besonders freundlichen und kompetenten Mitarbeitern und erzielte insgesamt den zweiten Platz. Auf dem dritten Rang lag der Bottroper Movie Park Germany.

Quelle: n-tv.de

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