Ratgeber

Frist für läuft ab Letzte Chance für Steuererklärung

steuererklaerung.jpgDas verlängerte Pfingstwochenende war eine gute Chance, die zusätzliche Zeit für die Steuererklärung zu nutzen. Heute müssen alle, die zu einer Steuererklärung verpflichtet sind, die Papiere beim Finanzamt einreichen.

Wer mehr Zeit braucht, bekommt sie am leichtesten, indem er einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein einschaltet, rät der Bund der Steuerzahler.

Der Fristablauf nach Pfingsten ist in diesem Jahr eine Besonderheit. In der Regel ist der Stichtag der 31. Mai. Weil der aber in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, läuft die Frist bis zum 2. Juni. Zur Steuererklärung verpflichtet ist man auf alle Fälle, wenn ein Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte eingetragen wurde oder Lohnersatzleistungen wie Eltern-, Arbeitslosen- oder Krankengeld oder Nebeneinkünfte bezogen wurden, zählt der Bundesverband der Lohnsteuerhilfevereine (BDL) auf - zumindest dann, wenn der Betrag von 410 Euro im Jahr überstiegen wurde.

Steuern sparen leicht gemachtAußerdem gelte die Pflicht, wenn beide Ehegatten Arbeitslohn bezogen haben und die Steuerklassenkombination drei/fünf bestand. Auch wenn auf einer zweiten Steuerkarte gearbeitet wurde, muss die Frist eingehalten werden. Die Frist verlängert sich automatisch bis Ende des Jahres, wenn ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein die Papiere erstellt.

Formloser Antrag auf Fristverlängerung

Wer es nicht zum Termin schafft, hat aber nicht ganz verloren: "Eine Fristverlängerung ist grundsätzlich per formlosem Antrag möglich", sagte Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler. "Ich würde einen Brief schreiben mit meiner Steuernummer." Ein Rechtsanspruch auf eine Bestätigung der Verlängerung vom Amt gibt es nicht. "In der Regel kommt aber ein Brief vom Amt zurück, der das bestätigt."

Bei "normalen Steuerbürgern" gibt es ihrer Einschätzung nach auch keinen Grund, die Verlängerung der Frist nicht zu gewähren. Rein rechtlich bleibe es aber eine "Ermessenssache" des Amtes. Der leichteste Weg, eine versäumte Frist im Nachhinein zu halten, sei das Beauftragen eines Steuerberaters oder die Zusammenarbeit mit einem Lohnsteuerhilfeverein. In diesen beiden Fällen verlängert sich die Frist automatisch bis Ende des Jahres.

Grundsätzlich sollten alle Steuerzahler rechtzeitig ihre Steuererklärung einreichen, um keine Verspätungszuschläge zu riskieren, rät der BDL. Die gute Nachricht lautet: Grundsätzlich sind Arbeitnehmer von der Frist nicht betroffen. Denn sie leisten durch den monatlichen Lohnsteuerabzug Vorauszahlungen. Da diese großzügig berechnet werden, lohnt sich das Einreichen der Steuererklärung aber auch freiwillig. Denn in der Regel gebe es dann eine Steuerrückzahlung.

Quelle: n-tv.de, dpa